Diskette
Eine Diskette war ein Datenträger, der in den 1980er- und 1990er-Jahren häufig verwendet wurde. Disketten waren in verschiedenen Größen und Speicherkapazitäten erhältlich, darunter Versionen mit 5,25 und 3,5 Zoll. Sie enthielten eine dünne, flexible, mit Eisenoxid beschichtete Scheibe, auf der Daten magnetisch gespeichert wurden – ähnlich wie auf einer Festplatte. Computer dieser Zeit verfügten normalerweise über mindestens ein Diskettenlaufwerk (FDD), um Daten von Disketten zu lesen und darauf zu schreiben.
Die ersten Disketten hatten einen Durchmesser von 8 Zoll, waren schreibgeschützt und konnten 80 KB Daten speichern. Sie ersetzten hauptsächlich Lochkarten für den Versand von Datenaktualisierungen an Großrechner. Kleinere, verbraucherfreundliche Disketten mit 5,25 Zoll waren die ersten, die bei Heimcomputerbenutzern beliebt wurden. Frühe Versionen konnten 360 KB speichern, während spätere Versionen 1,2 MB speichern konnten.
Kleinere Disketten mit 3,5 Zoll wurden schließlich beliebter als die größeren Disketten. 3,5-Zoll-Disketten verwendeten statt einer flexiblen Hülle ein Gehäuse aus Hartplastik, wodurch sie robuster waren. Der ursprüngliche Apple Macintosh verfügte über ein integriertes 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk mit 400 KB und trug dazu bei, dieses Format populär zu machen. Eine 1987 eingeführte Version mit hoher Speicherdichte konnte 1,44 MB Daten speichern und wurde im folgenden Jahrzehnt zum Standard.
Niedergang der Disketten
Disketten waren bis Mitte der 1990er-Jahre das Standardmedium für die Verteilung von Software, als CD-ROM-Laufwerke üblich wurden. Windows 95 war beispielsweise in zwei Ausgaben erhältlich – auf einer einzelnen CD-ROM oder auf einem Satz aus 13 Disketten. Mit beschreibbaren CD-R-Laufwerken konnten Benutzer ihre Daten auf CDs sichern, statt einen Stapel unzuverlässiger Disketten zu verwenden. Durch die zunehmende Verbreitung des Internets wurde es außerdem möglich, Dateien online zu übertragen, statt sie auf einer Diskette zu liefern.
Der ursprüngliche Apple iMac, der 1998 veröffentlicht wurde, war der erste weit verbreitete Computer ohne Diskettenlaufwerk. Innerhalb weniger Jahre folgten die meisten Computerhersteller diesem Beispiel. Sinkende Kosten für Flash-Speicher und die zunehmende Verbreitung von USB-Anschlüssen führten zur Einführung des USB-Flash-Laufwerks und läuteten das Ende der Diskette als am leichtesten zugängliches tragbares Speichermedium ein.
NOTE: Obwohl die Diskette inzwischen veraltet ist, lebt ihr Aussehen als Symbol für den Befehl „Speichern“ weiter.
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