Großrechner
Ein Großrechner ist ein leistungsfähiger Computer für die Verarbeitung großer Datenmengen. Großrechner verfügen über viel Speicher, viele parallel arbeitende Prozessoren und eine hohe Daten-Ein-/Ausgabekapazität. Große Organisationen und Unternehmen verwenden Großrechner für die Analyse großer Datenmengen, die Verwaltung von Datenbanken, die Verfolgung von Ressourcen und die Verarbeitung von Transaktionen. Großrechner gelten nach Supercomputern als die zweitleistungsfähigste Computerart.
Ein wesentliches Merkmal des Designs eines Großrechners ist der Fokus auf Zuverlässigkeit und Betriebszeit. Großrechner müssen skalierbar sein, damit Organisationen bei Bedarf weitere Kapazitäten hinzufügen können. Sie sind außerdem mit redundanten Komponenten ausgestattet, sodass ein Ausfall den Betrieb des Großrechners nicht unterbricht. Administratoren können Komponenten eines Großrechners sogar im laufenden Betrieb austauschen, ohne ihn auszuschalten. Dadurch können die meisten Großrechner jahrelang ohne Neustart betrieben werden. Die Unterstützung fortschrittlicher Virtualisierung ermöglicht es, auf einem einzigen Großrechner Tausende von virtuellen Maschinen auszuführen. All dies hilft einem Großrechner, geschäftskritische Aufgaben mit großen Datenmengen zu bewältigen. Banken verwenden Großrechner beispielsweise den ganzen Tag und jeden Tag zur Verarbeitung Tausender Transaktionen pro Sekunde.
Großrechner verwenden spezielle Hardware, die sich von allem unterscheidet, was in Desktopcomputern für Endverbraucher verfügbar ist. Sie verwenden speziell entwickelte Prozessoren mit einer großen Anzahl von Prozessorkernen, die so ausgelegt sind, dass sie parallel mit bis zu 32 Prozessoren gleichzeitig arbeiten. Außerdem führen sie spezielle Betriebssysteme für Großrechner aus, etwa IBMs z/OS oder Großrechner-Varianten von Linux.
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