IBM-kompatibel
Der Markt für Personal Computer bestand Anfang der 1980er-Jahre hauptsächlich aus Apple- und IBM-Computern. Die Systeme von Apple liefen mit einem von Apple entwickelten proprietären Betriebssystem, während IBM-Computer hauptsächlich PC-DOS verwendeten. Als die Nachfrage nach Personal Computern zu wachsen begann, beschloss IBM, das Betriebssystem DOS an andere Hersteller zu lizenzieren. Diese Unternehmen begannen mit der Herstellung von Personal Computern, die als PC-Klone oder IBM-kompatible Computer bezeichnet wurden.
Als mehrere andere Hersteller mit der Produktion von PCs begannen, stieg das Angebot und die Kosten begannen zu sinken. Dadurch konnten sich mehr Menschen PCs leisten, und der Verkauf IBM-kompatibler Computer begann, den Markt für Personal Computer zu beherrschen. Es dauerte nicht lange, bis die PC-Verkäufe der neuen Hersteller die Zahl der direkt von IBM verkauften Computer überstiegen. Auch der Apple Macintosh gewann bei seiner Einführung 1984 einen beträchtlichen Marktanteil, doch die niedrigen Kosten und die weite Verfügbarkeit IBM-kompatibler Computer sorgten dafür, dass ihre Verkaufszahlen weiterhin hoch blieben.
Die Verkäufe IBM-kompatibler Computer stiegen 1995 erneut stark an, als Microsoft das Betriebssystem Windows 95 einführte. Zu diesem Zeitpunkt war der Begriff „IBM-kompatibel“ jedoch fast bedeutungslos geworden, da die meisten PCs Microsoft Windows als primäres Betriebssystem verwendeten. Außerdem bauten PC-Hersteller seit vielen Jahren ihre eigenen Computer, und zwischen den IBM-eigenen PCs und IBM-kompatiblen Computern gab es nur noch wenige Gemeinsamkeiten.
2005 stellte IBM die Herstellung von Personal Computern ein. Das Unternehmen, das die PC-Revolution begonnen hatte, ist nicht mehr auf diesem Markt tätig. Daher ist der Begriff „IBM-kompatibel“ etwas veraltet, obwohl er weiterhin zur Beschreibung Windows-basierter Computer verwendet werden kann. Der Begriff „PC“ ist passender, wenn auch etwas mehrdeutig, da Macs technisch gesehen ebenfalls PCs sind. Daher scheint der Begriff „Windows-Computer“ die beste Bezeichnung für einen modernen IBM-kompatiblen Computer zu sein.
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