Rendering
Rendering ist der Vorgang, bei dem aus einer bestimmten Art von Eingabe ein fertiges digitales Produkt erzeugt wird. Der Begriff bezieht sich normalerweise auf Grafiken und Videos, kann aber auch Audio umfassen.
1. Grafiken
3D-Grafiken werden aus einfachen dreidimensionalen Modellen erstellt, die als Drahtgittermodelle bezeichnet werden. Ein Drahtgittermodell definiert die Form des Modells, aber nichts darüber hinaus. Der Rendering-Prozess fügt dem Modell Oberflächen, Texturen und Beleuchtung hinzu und verleiht ihm dadurch ein realistisches Aussehen. Eine 3D-Zeichenanwendung oder ein CAD-Programm kann Ihnen beispielsweise ermöglichen, einem 3D-Modell verschiedene Farben, Texturen und Lichtquellen hinzuzufügen. Der Rendering-Prozess wendet diese Einstellungen auf das Objekt an.
Dank der Leistung moderner GPUs werden 3D-Bilder häufig in Echtzeit gerendert. Bei hochauflösenden Modellen müssen Oberflächen und Beleuchtungseffekte jedoch möglicherweise mit einem speziellen Befehl „Rendern“ gerendert werden. Ein CAD-Programm kann beispielsweise beim Bearbeiten einer Szene Modelle mit niedriger Auflösung anzeigen, aber eine Option zum Rendern eines detaillierten Modells bereitstellen, das Sie exportieren können.
2. Video
3D-Animationen und andere Arten von Videos, die CGI enthalten, müssen oft gerendert werden, bevor das fertige Produkt angesehen werden kann. Dazu gehört sowohl das Rendern von 3D-Modellen als auch von Videoeffekten wie Filtern und Übergängen. Videoclips enthalten normalerweise 24 bis 60 Bilder pro Sekunde (fps), und jedes Bild muss vor oder während des Exportvorgangs gerendert werden. Das Rendern von hochauflösenden Videos oder Filmen kann mehrere Minuten oder sogar mehrere Stunden dauern. Die Renderzeit hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Auflösung, die Bildrate, die Länge des Videos und die Rechenleistung.
Während Videoclips oft vorgerendert werden müssen, können moderne GPUs viele Arten von 3D-Grafiken in Echtzeit rendern. So ist es beispielsweise üblich, dass Computer hochauflösende Videospielgrafiken mit mehr als 60 fps rendern. Abhängig von der Grafikleistung kann die Bildrate eines Spiels höher oder niedriger sein. Wenn die GPU nicht mindestens 30 Bilder pro Sekunde rendern kann, kann das Videospiel abgehackt wirken.
3. Audio
Wie Videoeffekte können auch Audioeffekte gerendert werden. Eine DAW-Anwendung kann beispielsweise Effekte wie Hall, Chorus und Auto-Tune enthalten. Die CPU kann diese Effekte möglicherweise in Echtzeit rendern. Wenn jedoch gleichzeitig zu viele Spuren mit mehreren Effekten wiedergegeben werden, ist der Computer möglicherweise nicht in der Lage, die Effekte in Echtzeit zu rendern. In diesem Fall können die Effekte vorgerendert oder auf die ursprüngliche Audiospur angewendet werden. Alle Effekte werden gerendert, wenn der endgültige Mix als Audiodatei exportiert oder „gebounced“ wird.
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