Frame
In der digitalen Welt kann sich der Begriff „Frame“ je nach Kontext auf verschiedene Dinge beziehen. Beispiele sind Videoproduktion, Desktop-Publishing und Webdesign.
1. Video und Animation
In der Videoproduktion und Animation ist ein Frame ein einzelnes Standbild innerhalb einer Bildfolge. Wenn diese Frames schnell hintereinander abgespielt werden, entsteht die Illusion von Bewegung. Die Anzahl der pro Sekunde angezeigten Frames (FPS) ist ein wichtiger Messwert für die Videoqualität. Übliche Bildraten sind 24 oder 30 FPS bei Filmen und 60 FPS oder mehr bei Videospielen. Die Leistung der GPU bestimmt häufig die maximale Anzahl der Frames pro Sekunde.
2. Desktop-Publishing
Im Desktop-Publishing und Grafikdesign bezeichnen Frames rechteckige Bereiche, in denen Sie Text, Bilder oder andere Elemente platzieren können. Mit Frames können Sie Inhalte visuell organisieren und haben dadurch eine genaue Kontrolle über das Layout und die Zusammensetzung eines Dokuments. In QuarkXPress können Sie beispielsweise einen Frame mit einem benutzerdefinierten Rahmen, einer Hintergrundfarbe und einer Deckkraft erstellen.
3. Webdesign
In den frühen Tagen des Webs ermöglichten HTML-Frames Webdesignern, ein Browserfenster in mehrere Bereiche aufzuteilen. Ein auf Frames basierendes Layout konnte oben einen Kopfbereich, auf der linken Seite einen Seitenbereich und einen dritten Frame für die Hauptinhalte enthalten. Jeder Frame zeigte eine separate Webseite an, die über ihre eigene URL geladen wurde.
HTML-Frames führten zu Herausforderungen bei der Benutzerfreundlichkeit, da bei unterschiedlichen Bildschirmgrößen Bildlaufleisten angezeigt wurden. Außerdem verursachten sie Sicherheitsprobleme, da mehrere Seiten gleichzeitig geladen wurden. Anfang der 2000er-Jahre machten Verbesserungen an HTML und CSS Frames überflüssig. Webdesigner können heute strukturierte Layouts erstellen, ohne Seiten in mehrere Frames aufzuteilen.
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