SAN
Steht für „Storage Area Network“.
Ein SAN ist ein spezialisiertes Netzwerk aus Speichergeräten, auf das mehrere Server oder Arbeitsstationen zugreifen können. Ein SAN ist ein separates Netzwerk von einem LAN. Der Zugriff zwischen den beiden Netzwerken wird normalerweise von Dateiservern verwaltet, die mit beiden Netzwerken verbunden sind und eine Brücke bilden. Ein Dateiserver sieht den SAN-Speicherpool so, als wäre er eine lokal angeschlossene Festplatte, die direkt mit dem Server verbunden ist, und kann diesen Speicher mit dem restlichen LAN teilen. SANs werden von Unternehmen und anderen großen Organisationen verwendet, die große Speicherpools für schnelle Netzwerkdatenspeicherung mit geringer Latenz benötigen.
Ein Dateiserver kann nur so viele Laufwerke anschließen, wie er physische Schnittstellen dafür besitzt. Daher kann ein SAN eine größere Speicherkapazität bereitstellen, als ein einzelner Dateiserver bieten könnte. Speichergeräte in einem SAN werden über schnelle Fibre-Channel-Verbindungen angeschlossen und von SAN-Switches verwaltet. Ein mit einer Fibre-Channel-Schnittstelle ausgestatteter Dateiserver kann eine Verbindung zu einem SAN-Switch herstellen und auf dessen Speicherpool zugreifen. Mehrere Dateiserver können unabhängig voneinander eine Verbindung zum selben SAN herstellen, sodass Netzwerkadministratoren mehr Möglichkeiten zur Verwaltung des Datenzugriffs haben.
Im Gegensatz zu einem NAS oder einem herkömmlichen Netzwerkspeicherlaufwerk speichert ein SAN Daten mithilfe einer blockbasierten Speicherung. Dabei werden Daten in Blöcken fester Größe verwaltet und organisiert, statt sie als ganze Dateien zu behandeln. Blockbasierte Speicherung kann höhere Datenzugriffsgeschwindigkeiten und eine geringere Latenz ermöglichen, indem Dateien auf mehrere physische Laufwerke verteilt werden. Wenn ein SAN beispielsweise eine 5-GB-Datendatei in Blöcken auf fünf getrennten Laufwerken speichert, muss jedes Laufwerk nur 1 GB Daten lesen. Dadurch ist der Zugriff deutlich schneller, als wenn ein einzelnes Laufwerk allein die gesamten 5 GB lesen müsste.
In den meisten Fällen wird der Zugriff auf einen SAN-Speicherpool von einem als Brücke fungierenden Dateiserver bereitgestellt. Manchmal kann es jedoch sinnvoll sein, dass eine Arbeitsstation direkt eine Verbindung zu einem SAN herstellt und den zusätzlichen Verarbeitungsaufwand eines Dateiservers umgeht. Eine Videobearbeitungsstation, die beispielsweise schnellen Zugriff auf große 8K-Videodateien benötigt, kann über eine Fibre-Channel-Schnittstelle direkt eine Verbindung zu einem SAN-Speicherpool herstellen, um die schnellstmögliche Zugriffsgeschwindigkeit zu erreichen.
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