Bildskalierung
Bildskalierung ist der Vorgang, bei dem die Größe eines digitalen Bildes geändert wird. Beim Verkleinern eines Bildes wird es kleiner, beim Vergrößern wird es größer. Sowohl Rastergrafiken als auch Vektorgrafiken können skaliert werden, liefern jedoch unterschiedliche Ergebnisse.
Skalierung von Rasterbildern
Eine Rastergrafik ist ein Bitmap-Bild, das aus einzelnen Pixeln besteht. Beispiele sind JPEG- und PNG-Dateien. Der Vorgang der Skalierung von Rastergrafiken wird auch als „Resampling“ bezeichnet. Dabei werden Pixel einem neuen Raster zugeordnet, das kleiner oder größer als die ursprüngliche Matrix sein kann.
Beim Verkleinern einer Rastergrafik kann die Bildqualität leicht abnehmen, da die Pixel in ein kleineres Raster eingepasst werden. Farben müssen miteinander vermischt und Kanten werden häufig mithilfe eines Verfahrens namens Antialiasing geglättet. Ein guter Algorithmus zur Bildskalierung oder „Scaler“ bewahrt beim Verkleinern eines Bildes den größten Teil der Bilddetails. Je stärker ein Bild verkleinert wird, desto weniger Details können erhalten bleiben.
Auch das Vergrößern einer Rastergrafik verringert die Bildqualität. Im Allgemeinen führt eine Vergrößerung eines digitalen Bildes dazu, dass es verschwommen aussieht. Je stärker das Bild vergrößert wird, desto unschärfer wirkt es. Antialiasing kann zum Glätten der Kanten verwendet werden, ein vergrößertes Bild wird jedoch nicht so klar aussehen wie das Originalbild.
Skalierung von Vektorbildern
Vektorgrafiken, beispielsweise eine .SVG- oder .AI-Datei, bestehen aus Punkten und Linien, die auch als Pfade bezeichnet werden. Diese Pfade können ohne Qualitätsverlust vergrößert oder verkleinert werden. Statt Pixel einem anderen Raster zuzuordnen, verschiebt die Vektorgrafikskalierung einfach die Punkte innerhalb des Bildes.
Da Vektorgrafiken nicht durch Pixel definiert sind, erscheinen sie sowohl in kleinen als auch in großen Größen scharf. Aus diesem Grund werden Firmenlogos und Symbole von Anwendungen häufig als Vektorgrafiken gestaltet. Wenn die Bilder in einer Software-Anwendung oder auf einer Website veröffentlicht werden, können sie auf eine bestimmte Größe skaliert und anschließend als Rastergrafik gespeichert werden.
NOTE: „Video-Upscaling“ bezeichnet den Vorgang, bei dem ein Video für ein Display mit höherer Auflösung skaliert wird. Ziel ist es, ein Video mit niedrigerer Auflösung bei einer höheren Auflösung scharf aussehen zu lassen. Beispielsweise kann ein HD-Video auf 4K hochskaliert werden. Ein guter Upscaling-Algorithmus bewahrt bei der höheren Auflösung so viele Details wie möglich, kann das Video jedoch nicht so scharf aussehen lassen wie ein Video, das ursprünglich in 4K aufgenommen wurde.
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