Kantenglättung
Die Kantenglättung von Bildern ist das Glätten von Kanten und Farben in digitalen Bildern und Schriftarten. Sie lässt Kanten weniger ausgefranst erscheinen und hilft dabei, Farben natürlich miteinander zu verbinden.
Um die Kantenglättung zu verstehen, ist es zunächst wichtig zu verstehen, was Aliasing ist. Bild-Aliasing ist der Effekt einer „ausgefransten Kante“, der entsteht, wenn gekrümmte und diagonale Formen auf quadratische Pixel abgebildet werden. Horizontale und vertikale Linien können perfekt auf quadratische Pixel abgebildet werden, aber schräge und gekrümmte Linien müssen geschätzt werden. Wenn Pixel entlang der Kante entweder ein- oder ausgeschaltet sind, entsteht eine ausgefranste Kante, die auch als „Treppeneffekt“ oder Aliasing bezeichnet wird.
Die Kantenglättung glättet Kanten, indem sie die Farben entlang jeder Kante schätzt. Anstatt dass Pixel ein- oder ausgeschaltet sind, liegen sie irgendwo dazwischen. Eine schwarze diagonale Linie vor einem weißen Hintergrund kann beispielsweise aus hellen und dunklen Grautönen statt aus Schwarz und Weiß bestehen. Ein blauer Kreis auf einem gelben Hintergrund kann entlang der Kanten aus Blau-, Gelb- und Grüntönen bestehen, anstatt aus einheitlichem Blau und Gelb.
Aliasing fällt auf Bildschirmen mit einer niedrigen DPI (Punkte pro Zoll) am stärksten auf. Moderne HiDPI-Bildschirme verfügen über ein dichteres Pixelraster, mit dem Kanten genauer dargestellt werden können. Dennoch profitieren auch HiDPI-Bildschirme von der Kantenglättung.
NOTE: Kantenglättung bei digitalem Audio ist das Entfernen unerwünschter Frequenzen aus abgetastetem Audio.
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