JPEG
Steht für „Joint Photographic Experts Group“. JPEG ist ein beliebtes Dateiformat für Bilder. Es wird häufig von Digitalkameras zum Speichern von Fotos verwendet, da es 224 oder 16.777.216 Farben unterstützt. Das Format unterstützt außerdem verschiedene Stufen der Komprimierung, wodurch es sich ideal für Webgrafiken eignet.
Die 16 Millionen möglichen Farben in einem JPEG-Bild werden erzeugt, indem im RGB-Farbraum 8 Bit für jede Farbe (Rot, Grün und Blau) verwendet werden. Dadurch stehen für jede der drei Farben 28 oder 256 Werte zur Verfügung, die zusammen 256 x 256 x 256 oder 16.777.216 Farben ermöglichen. Drei Werte von 0 ergeben reines Schwarz, während drei Werte von 255 reines Weiß erzeugen.
Der JPEG-Komprimierungs-Algorithmus kann die Dateigröße eines Bitmap- (BMP-)Bildes bei nahezu unveränderter Qualität um das Zehnfache verringern. Der Komprimierungsalgorithmus ist jedoch verlustbehaftet, das heißt, während des Komprimierungsvorgangs geht ein Teil der Bildqualität verloren. Aus diesem Grund entscheiden sich professionelle Fotografen häufig dafür, Bilder in einem Raw-Format aufzunehmen, damit sie ihre Fotos in der höchstmöglichen Qualität bearbeiten können. Wenn die Bilder geteilt oder im Web veröffentlicht werden, exportieren sie sie in der Regel als JPEG-Bilder (.JPG).
Neben den Bilddaten können JPEG-Dateien auch Metadaten enthalten, die den Inhalt der Datei beschreiben. Dazu gehören die Bildabmessungen, der Farbraum und Informationen zum Farbprofil sowie EXIF-Daten. Die EXIF-Daten werden häufig von einer Digitalkamera in das Bild „gestempelt“ und können die Blendeneinstellung, die Verschlusszeit, die Brennweite, den Blitzstatus, die ISO-Zahl und Dutzende weitere Werte enthalten.
Nachteile des JPEG-Formats
Das JPEG-Format eignet sich zwar hervorragend zum Speichern digitaler Fotos, hat aber auch einige Nachteile. Beispielsweise kann die verlustbehaftete Komprimierung ein Problem namens „Artefaktbildung“ verursachen, bei dem Teile des Bildes deutlich blockartig erscheinen. Dies geschieht normalerweise, wenn zum Speichern des Bildes eine hohe Komprimierungsstufe verwendet wird. Zum Speichern kleiner Bilder und von Bildern mit viel Text ist das GIF-Format häufig eine bessere Alternative. JPEG-Bilder unterstützen außerdem keine Transparenz. Daher eignet sich das JPEG-Format schlecht zum Speichern nicht rechteckiger Bilder, insbesondere wenn diese auf Webseiten mit unterschiedlichen Hintergrundfarben veröffentlicht werden. Das PNG-Format, das transparente Pixel unterstützt, ist für diese Arten von Bildern besser geeignet.
NOTE: Die Joint Photographic Experts Group, nach der das JPEG-Bildformat benannt ist, veröffentlichte 1992 die erste JPEG-Spezifikation. Seitdem hat die Organisation mehrere Varianten des Formats entwickelt, darunter JPEG 2000 und JPEG XR. Das standardmäßige JPEG-Format ist jedoch weiterhin am beliebtesten.
Dateierweiterungen: .JPG, .JPEG, .JFIF, .JPX, .JP2
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