RDRAM
Steht für „Rambus Dynamic Random Access Memory.“
RDRAM wurde von Rambus Inc. entwickelt und war ein leistungsstarker Typ von Computerspeicher, der Ende der 1990er-Jahre eingeführt wurde. Sein schneller Bus bot im Vergleich zu SDRAM (synchronem DRAM) deutlich höhere Datenübertragungsraten. Während typischer SDRAM Daten mit Geschwindigkeiten von bis zu 133 MHz übertrug, konnte RDRAM Geschwindigkeiten von über 1 GHz erreichen und dadurch die Leistung bei speicherintensiven Aufgaben deutlich steigern.
Der Geschwindigkeitsvorteil von RDRAM ging mit höheren Kosten und größerer Komplexität einher, was seine weitverbreitete Verwendung als Systemspeicher einschränkte. Daher wurde es hauptsächlich in Hochleistungsanwendungen eingesetzt, etwa als Videospeicher für Grafikkarten, als Cache-Speicher für CPUs sowie als Systemspeicher für Workstations und Server.
Eine fortschrittliche Version namens Direct Rambus DRAM (DRDRAM) steigerte die Leistung durch Datenübertragungsraten von bis zu 1,6 GHz weiter. Das schnellste RDRAM-Speichermodul (mit der Bezeichnung PC1600) unterstützte eine Bandbreite von 6400 Megabyte über zwei 16-Bit-Busse). Trotz seiner beeindruckenden Geschwindigkeit wurde RDRAM schließlich von kostengünstigeren Technologien wie DDR-SDRAM verdrängt, das zum Industriestandard wurde.
NOTE: DDR-Speichermodule werden häufig als DIMMs bezeichnet, während Rambus-Module RIMMs genannt werden.
Testen Sie Ihr Wissen