PXE
Steht für „Preboot Execution Environment“ und wird normalerweise „Pixie“ ausgesprochen. PXE ist eine Sammlung von Standards, mit denen ein Betriebssystem über ein Netzwerk geladen wird. Netzwerkadministratoren können damit Systemsoftware über eine Netzwerkverbindung laden oder zurücksetzen, anstatt physische Medien wie ein USB-Laufwerk oder eine DVD zu verwenden.
Die meisten Computer werden mit einem vorinstallierten Betriebssystem (OS) ausgeliefert, das Sie bei Bedarf aktualisieren oder wiederherstellen können. Wenn ein Computer jedoch noch kein OS besitzt, muss er die Installation eines Betriebssystems von Grund auf unterstützen. Ältere PCs boten diese Möglichkeit über das BIOS, während moderne PCs über eine Unified Extensible Firmware Interface (UEFI) verfügen. Damit PXE funktioniert, muss das Client-System in den BIOS-/UEFI-Startoptionen „PXE-Boot“ unterstützen.
Durch die Aktivierung des PXE-Boots im BIOS oder in der UEFI wird ein Client-Computer darauf vorbereitet, über eine Netzwerkverbindung zu starten. Wenn PXE gegenüber dem lokalen Startlaufwerk priorisiert wird, sucht der Computer zuerst über DHCP nach einem Signal von einem Server im Netzwerk. Sobald die PXE-Verbindung hergestellt ist, kann der Server Daten über TFTP an den Client-Computer senden. Der Server kann dem Client beispielsweise Startdateien oder ein startfähiges Datenträgerabbild senden, mit dem dieser gestartet werden kann.
PXE ist besonders in Netzwerkumgebungen nützlich, in denen mehrere Systeme regelmäßig neu eingerichtet oder synchron gehalten werden. Mit PXE kann ein einzelner Server gleichzeitig ein Betriebssystem auf mehreren Clients bereitstellen und den Aktualisierungsprozess automatisieren.
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