Multiprocessing
Viele Jahre lang stieg die Geschwindigkeit von Computer-Prozessoren durch Verbesserungen an der Architektur und der Taktrate von Prozessoren. In den letzten Jahren haben Chiphersteller jedoch eine Grenze erreicht, wie klein sie die Transistoren in CPUs machen können, ohne dass diese überhitzen. Daher ist die Verwendung mehrerer Prozessoren, also Multiprocessing, der nächste Schritt zur Steigerung der Rechenleistung.
Multiprocessing kann auf zwei verschiedene Arten umgesetzt werden: 1) durch die Verwendung von mehr als einem physischen Prozessor oder 2) durch die Verwendung eines Prozessors mit mehreren Kernen. Frühe Power-Mac-G5-Computer verfügten beispielsweise über mehrere physische Prozessoren, jeweils mit einem eigenen Kühlkörper und einem eigenen Frontside-Bus. Als Apple 2006 auf Intel-Prozessoren umstieg, begannen sie, Dual-Core-Prozessoren zu verwenden. Diese Chips sehen wie ein einzelner Prozessor aus, arbeiten aber wie zwei. Heute verfügen einige Computer wie der Mac Pro über Quad-Core-Prozessoren mit vier Rechenkernen. Einige Mac-Pro-Modelle haben sogar zwei physische Quad-Core-Prozessoren, sodass der Computer insgesamt acht Prozessoren besitzt. Die meisten Windows- und Linux-basierten PCs verwenden inzwischen ebenfalls Mehrkernprozessoren.
Obwohl Multiprocessing wie eine logische Möglichkeit zur Verbesserung der Rechenleistung klingt, muss es vom Betriebssystem des Computers unterstützt werden, damit es korrekt funktioniert. Glücklicherweise unterstützen aktuelle Versionen von Windows und Mac OS X Multiprocessing vollständig. Das bedeutet, dass sie mehrere Prozessoren als eine CPU verwalten und die Verarbeitungslast auf sie verteilen können. Dennoch lassen sich nicht alle Aufgaben gleichmäßig auf zwei oder mehr Prozessoren aufteilen. Daher kann Multiprocessing zwar die Geschwindigkeit eines Computers erhöhen, verbessert die Leistung aber normalerweise nicht um genau den Faktor, der der Anzahl der Prozessoren im Computer entspricht.
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