Mehrkernprozessor
Mehrkerntechnologie bezeichnet CPUs, die zwei oder mehr Prozessorkerne enthalten. Diese Kerne arbeiten als separate Prozessoren innerhalb eines einzigen Chips. Durch die Verwendung mehrerer Kerne können Prozessorhersteller die Leistung einer CPU erhöhen, ohne die Taktfrequenz des Prozessors zu steigern. Da sich die obere Grenze der Taktfrequenzen in den letzten Jahren kaum noch erhöht hat, sind Mehrkernprozessoren zu einem gängigen Mittel geworden, um die Rechenleistung zu verbessern.
Die meisten modernen Computer haben mindestens zwei Kerne, also einen Zweikernprozessor. Einige leistungsstarke Computer haben Prozessoren mit vier Kernen (Vierkernprozessoren), sechs Kernen (Sechskernprozessoren) oder acht Kernen (Achtkernprozessoren). Mehr Kerne erhöhen zwar nicht die gesamte Rechenleistung um einen proportionalen Betrag (zwei Kerne entsprechen nicht der doppelten Geschwindigkeit), doch Mehrkernprozessoren bieten gegenüber Einkern-CPUs einen deutlichen Leistungsschub. Außerdem kann ein Mehrkernprozessor effizienter arbeiten als ein Einzelprozessor, da nicht alle Kerne aktiv sein müssen, sofern sie nicht benötigt werden. Beispielsweise kann Intels „Turbo Boost Technology“ die Stromversorgung ganzer Kerne abschalten, wenn diese nicht verwendet werden.
Es ist wichtig zu verstehen, dass sich mehrere Kerne von mehreren CPUs unterscheiden. Während ein Mehrkerncomputer zwei Prozessorkerne auf einem einzigen Chip enthalten kann, kann ein Multiprozessor-Computer zwei CPUs haben, die jeweils über einen einzelnen Prozessorkern verfügen. Da Mehrkerncomputer energie- und kosteneffizienter sind, sind sie beliebter geworden als Multiprozessorcomputer. Einige leistungsstarke Computer kombinieren jedoch beide Technologien und enthalten mehrere CPUs, die jeweils über mehrere Kerne verfügen.
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