Frontside Bus
Ein Frontside-Bus (oder „FSB“) war die Schnittstelle zwischen der CPU eines Computers und seinem Speichercontroller. Die gesamte Kommunikation zwischen der CPU und dem übrigen Computer lief über den FSB, daher wurde er auch als „Systembus“ bezeichnet. FSBs waren in Computern der 1990er- und 2000er-Jahre üblich, wurden jedoch veraltet, als Prozessorhersteller begannen, den Speichercontroller direkt in die CPU zu integrieren.
Die CPU eines Computers verwendete den FSB, um eine Gruppe aus zwei Chips zu verbinden, die als Northbridge und Southbridge bezeichnet wurden und zusammen als Chipsatz bekannt waren. Die CPU war zunächst mit der Northbridge verbunden, die anschließend mit dem System-RAM und schnellen Erweiterungssteckplätzen wie (AGP und PCI Express) kommunizierte. Die Northbridge verwendete einen internen Bus, um eine Verbindung zur Southbridge herzustellen. Diese kommunizierte mit dem übrigen Computer – dem PCI-Bus, Speichergeräten, dem USB-Controller und anderen E/A-Komponenten.
Die Geschwindigkeit des Frontside-Busses – also wie oft er Daten zwischen der CPU und dem Systemspeicher überträgt – wurde in Megahertz gemessen. Die Geschwindigkeit der CPU war direkt mit der Geschwindigkeit des FSB verbunden und ergab sich aus der Busgeschwindigkeit multipliziert mit einem im BIOS des Systems festgelegten Taktmultiplikator. Beispielsweise verwendete eine CPU mit 2,4 GHz und einem 400-MHz-Bus einen Taktmultiplikator von 6,0. Größere Taktmultiplikatoren machten Computer jedoch weniger effizient, da der Prozessor häufig warten musste, bis Daten über den Systembus übertragen wurden. Schließlich entwickelten CPU-Hersteller wie Intel und AMD neue Prozessoren, die den Speichercontroller direkt in die CPU integrierten und dadurch die Northbridge und den Frontside-Bus überflüssig machten.
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