ZIF
Steht für „Zero Insertion Force“.
Ein ZIF-Sockel ist eine Art Sockel auf einer Computer-Hauptplatine, in den sich ein Prozessor einfach einsetzen und aus dem er sich leicht entfernen lässt. Neben dem Sockel befindet sich ein kleiner Hebel, mit dem der Prozessor vorsichtig eingesetzt wird. Dadurch wird das Risiko verringert, seine Pins zu verbiegen oder zu beschädigen. Für den Einbau eines Chips in einen ZIF-Sockel sind im Allgemeinen keine zusätzlichen Werkzeuge erforderlich. Alle modernen CPU-Sockel, die ein Pin-Grid-Array-(PGA-)Gehäuse verwenden, sind ZIF-Sockel. Bei Sockeln mit Land Grid Array (LGA) werden überhaupt keine Pins in den Sockel eingesetzt.
Bevor Sie einen Chip in einen ZIF-Sockel einsetzen, heben Sie den Hebel neben dem Sockel nach oben. Die Kontakte im Sockel öffnen sich, sodass die Pins an der Unterseite des Chips problemlos in den Sockel passen. Nachdem Sie den Hebel wieder nach unten gedrückt haben, um den Sockel zu schließen, schließen sich die Kontakte um die Pins. Anschließend wird der Hebel arretiert, damit der CPU-Chip sicher sitzt.
Vor der Einführung von ZIF-Sockeln erforderte das Einsetzen eines Prozessors in einen Sockel einen erheblichen Kraftaufwand – der Installateur musste jeden Pin an der Unterseite des Chips in seine Position drücken. Chips mit mehr Pins erfordern mehr Kraft. Zu viel oder ungleichmäßig angewendete Kraft konnte die Pins verbiegen oder abbrechen und die CPU unbrauchbar machen.
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