VPI
Steht für „Virtual Path Identifier“.
Ein VPI ist ein 8- bis 12-Bit-Header in einer Zelle des Asynchronous Transfer Mode (ATM), der den Pfad angibt, den die Zelle zu ihrem Ziel nehmen soll. Der VPI einer ATM-Zelle arbeitet zusammen mit ihrem Virtual Channel Identifier (VCI), um eine Zelle auf ihrem Weg durch mehrere ATM-Switches zu leiten. Die Größe eines VPI hängt von der Größe und dem Umfang des ATM-Netzwerks ab: Kleine Netzwerke verwenden einen 8-Bit-VPI, der Hunderte von Pfaden unterstützt, während große Netzwerke einen 12-Bit-VPI verwenden, der mehrere Tausend eindeutige Pfade unterstützt.
ATM ist eine Netzwerktechnologie, die virtuelle Pfade erstellt, über die Datenzellen zu ihrem Ziel übertragen werden. Anders als beim IP-Routing, bei dem ein Paket in einem Datenstrom eine von mehreren möglichen Routen nehmen kann, nehmen ATM-Zellen in einem Datenstrom alle dieselbe Route. Die VPI-Informationen im Header jeder Zelle geben den spezifischen virtuellen Pfad an, den die Zelle nehmen soll.
ATM wurde zwar entwickelt, um den Netzwerkverkehr effizienter zu leiten, in der Praxis waren ATM-Netzwerke jedoch recht komplex. Die geringe Größe jeder Datenzelle führte zusammen mit den durch VPI- und VCI-Header belegten Daten zu einem erheblichen Overhead. Ethernet und IP-basierte Netzwerktechnologien waren einfacher und ließen sich besser für hohen Datenverkehr skalieren. Schließlich übernahmen sie die Rolle, die zuvor ATM-Netzwerke ausgefüllt hatten.
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