Rohdaten
Rohdaten sind unverarbeitete, unformatierte Daten, die gesammelt und auf einem Computer gespeichert wurden. Rohdaten dienen als Eingabe für Datenverarbeitungsaufgaben, durch die sie in nützliche Informationen umgewandelt werden. Rohdaten können automatisch von einem Programm erzeugt werden, oder jemand gibt sie manuell in einen Computer ein.
Rohdatendateien können entweder aus Klartext oder Binärdaten bestehen. So kann ein Router beispielsweise ein Protokoll aller Netzwerkaktivitäten als Rohdaten in einer Protokolldatei speichern; eine Digitalkamera speichert dagegen Rohbilddaten in einem binären Dateiformat namens Camera RAW. Unabhängig vom Datentyp sind Rohdaten in ihrem ursprünglichen Zustand oft nicht besonders aussagekräftig und müssen später verarbeitet und formatiert werden.
Dateien mit Rohdaten können auf den ersten Blick für Menschen lesbar sein — von einem computergestützten Wettersensor erzeugte Dateien können beispielsweise numerische Messwerte für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit anzeigen, die in regelmäßigen Abständen erfasst wurden. Trotzdem handelt es sich weiterhin um Rohdaten, da sie noch nicht verarbeitet wurden. In diesem Fall könnte die Verarbeitung bedeuten, die Daten in eine Tabellenkalkulationsanwendung zu importieren, in der Sie Fehler korrigieren, Einheiten umrechnen und Diagramme der Messwerte im Zeitverlauf erstellen können. Sobald Sie Rohdaten verarbeitet und in ein verwendbares Format umgewandelt haben, werden sie stattdessen als „gekochte“ Daten bezeichnet.
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