Redundanz
Die allgemeine Definition von Redundanz ist, dass etwas über das Normale hinausgeht. In der Informatik wird der Begriff jedoch spezieller verwendet und bezeichnet doppelte Geräte, die zu Sicherungszwecken eingesetzt werden. Das Ziel von Redundanz ist, den Ausfall einer bestimmten Komponente oder eines Systems zu verhindern oder davon wiederherzustellen.
Es gibt viele Arten redundanter Geräte. Die häufigste Art im privaten Computerbereich ist ein Sicherungsdatenträger. Während die meisten anderen Computerkomponenten leicht ersetzt werden können, ist es bei einem Ausfall einer Festplatte möglicherweise nicht möglich, persönliche Daten wiederherzustellen. Daher ist es wichtig, Ihre Daten regelmäßig auf einer zweiten Festplatte zu sichern. In Unternehmen kann eine RAID-Konfiguration verwendet werden, um Daten in Echtzeit auf zwei Laufwerken zu spiegeln.
Eine weitere Art redundanter Geräte ist ein zweites Netzteil. Webserver mit hohem Datenverkehr und andere kritische Systeme können über mehrere Netzteile verfügen, die übernehmen, falls das primäre Netzteil ausfällt. Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) ist zwar technisch gesehen kein redundantes Gerät, doch der Akku im Überspannungsschutzgerät stellt bei einem Stromausfall für einige Minuten eine redundante Stromversorgung bereit.
Auch in Computernetzwerken wird häufig Redundanz eingesetzt. Von lokalen Netzwerken bis hin zu Internet-Backbone-Verbindungen sind redundante Datenpfade üblich. Das bedeutet, dass die Verbindung zwischen anderen Systemen nicht unterbrochen wird, wenn ein System ausfällt. Ein FDDI-Netzwerk verfügt beispielsweise über einen doppelten Daten-„Ring“, der automatisch verwendet wird, wenn der primäre Datenpfad unterbrochen ist. Netzwerkredundanz kann entweder durch das Hinzufügen weiterer physischer Verbindungen oder durch den Einsatz von Netzwerksoftware erreicht werden, die Daten bei Bedarf automatisch umleitet.
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