ISDN
Steht für „Integrated Services Digital Network“. ISDN ist eine Telekommunikationstechnologie, die die Übertragung digitaler Daten über herkömmliche Telefonleitungen ermöglicht. Es kann sowohl für Sprachanrufe als auch für Datenübertragungen verwendet werden.
Der erste ISDN-Standard wurde 1988 von der Organisation CCITT festgelegt, die heute ITU-T (International Telegraph and Telephone Consultative Committee) heißt. Es dauerte jedoch bis in die 1990er-Jahre, bis der Dienst weit verbreitet war. Seit der Einführung von ISDN wurden mehrere Varianten standardisiert, darunter:
- Basic Rate Interface (BRI) – unterstützt zwei 64-kbps-Trägerkanäle (oder B-Kanäle) mit einer Datenübertragungsrate von 128 kbps.
- Primary Rate Interface (PRI) – unterstützt 30 B-Kanäle und zwei zusätzliche Kanäle in einer einzigen E1-Verbindung und bietet eine Datenübertragungsrate von 2.048 kbps.
- Always on Dynamic ISDN (AODI) – eine dauerhaft verfügbare ISDN-Verbindung, die das X.25-Protokoll verwendet und Geschwindigkeiten von bis zu 2 Mbps unterstützt.
ISDN war in den 1990er-Jahren und Anfang der 2000er-Jahre ein verbreiteter hochwertiger Internetdienst und wurde von vielen ISPs als schnellere Alternative zum Einwahl-Internetzugang angeboten. Viele Unternehmen und Organisationen nutzten ISDN sowohl für den Internetzugang als auch für Netzwerkverbindungen zwischen verschiedenen Standorten. Mitte der 2000er-Jahre begannen DSL- und Kabelmodem-Dienste, ISDN-Verbindungen zu ersetzen, da sie schneller und kostengünstiger waren. Heute wird ISDN noch für einige Netzwerkverbindungen verwendet, aber nur selten für den Internetzugang.
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