ISO
Die International Organization for Standardization (ISO) ist eine internationale, nichtstaatliche Organisation, die Normen für Produkte, Dienstleistungen und Systeme entwickelt und veröffentlicht. ISO-Normen gelten für eine große Bandbreite an Branchen, darunter Computer- und Netzwerktechnik, Fertigung, Landwirtschaft, Gesundheitswesen und Unternehmensdienstleistungen. Ihre Mitglieder stammen aus Normungsorganisationen in mehr als 160 Ländern, um weltweit verwendete Technologie- und Produktnormen zu entwickeln.
Jede von der ISO veröffentlichte Norm ist durch eine Referenznummer gekennzeichnet, die häufig, aber nicht immer, mit dem Jahr kombiniert wird, in dem die Norm veröffentlicht oder überarbeitet wurde. ISO 3758:2012 legt beispielsweise einen einheitlichen Satz von Symbolen für die Pflege von Wäsche fest und wurde zuletzt 2012 aktualisiert. Normen für Informationstechnologie werden durch ein gemeinsames technisches Komitee mit der International Electrotechnical Commission (IEC) entwickelt und als ISO/IEC-Normen bezeichnet. ISO/IEC 7498 definiert beispielsweise das OSI-Modell, das die Kommunikation zwischen Computersystemen standardisiert, während ISO/IEC 10918 den JPEG-Standard für die Komprimierung digitaler Bilder definiert.
Weitere Verwendungen
Eine ISO-Datei ist eine Datenträgerabbild-Datei, die ein exaktes Duplikat des Inhalts eines Quelldatenträgers enthält. Sie geht auf den Standard ISO/IEC 9660 zurück, der das Dateisystem für die Speicherung von Daten auf CD-ROM-Datenträgern definiert. Datenträger und Datenträgerabbilder, die nach diesem Standard formatiert sind, können auf jedem Betriebssystem gelesen werden, das den Standard unterstützt, darunter Windows, macOS und Unix/Linux. ISO-Datenträgerabbilder sind unkomprimiert und enthalten das gesamte Dateisystem des Quelldatenträgers, einschließlich der Verzeichnisstruktur und der Metadaten von Dateien.
ISO bezeichnet auch die Lichtempfindlichkeit in der Fotografie. Ursprünglich bezog sich der Begriff auf die Empfindlichkeit von Kamerafilm, heute gilt er auch für die Empfindlichkeit des Bildsensors einer Digitalkamera. ISO ist eines von drei Elementen, die zusammen mit der Blendenöffnung und der Verschlusszeit die Belichtung eines Bildes bestimmen. Ein Foto mit einem niedrigen ISO-Wert (100 bis 200) ergibt ein scharfes Bild mit wenig Rauschen, erfordert jedoch viel Licht. Ein Foto mit einem hohen ISO-Wert (800 oder höher) benötigt deutlich weniger Licht in der Szene, führt aber zu einem stärker verrauschten Bild.
NOTE: "ISO" ist in keiner Sprache offiziell eine Abkürzung für den vollständigen Namen der Organisation. Stattdessen leitet sich die Kurzform vom griechischen Wort "isos" ab, das "gleich" bedeutet, damit sie unabhängig von der verwendeten Sprache immer gleich bleibt.
Dateierweiterungen: .ISO
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