ISA
Steht für „Industry Standard Architecture“.
ISA war ein früher Erweiterungsbus, der in Personalcomputern verwendet wurde, um zusätzliche Hardware wie Grafikkarten, Soundkarten, Netzwerkkarten sowie Adapter für serielle oder parallele Anschlüsse anzuschließen. Diese Erweiterungskarten wurden in lange ISA-Steckplätze auf der Hauptplatine des Computers eingesetzt.
Der ursprüngliche ISA-Bus (1981 als „IBM PC bus“ eingeführt) war 8 Bit breit und verwendete einen Anschluss mit 62 Pins. Er arbeitete mit einer Taktfrequenz von 8,33 MHz. Die 16-Bit-Version von ISA (1984 eingeführt) erweiterte den ursprünglichen Steckplatz um einen zusätzlichen Anschluss, wodurch sich die Gesamtzahl auf 98 Pins erhöhte. Der 16-Bit-Bus steigerte den Daten-Durchsatz und behielt dabei dieselbe Taktfrequenz bei.
ISA entstand 1981 mit dem IBM PC Model 5150, wurde aber erst 1984 weit verbreitet, als die 16-Bit-Version mit dem IBM PC/AT veröffentlicht wurde. In den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren kamen konkurrierende Erweiterungsbusstandards wie MCA (Micro Channel Architecture) und VLB (VESA Local Bus) auf. ISA blieb jedoch aufgrund seiner breiten Kompatibilität und niedrigen Kosten der am häufigsten verwendete Standard.
Mitte bis Ende der 1990er-Jahre begannen Computerhersteller, ISA zugunsten schnellerer und flexiblerer Busse wie PCI und AGP auslaufen zu lassen. Heute gelten ISA-Steckplätze als veraltet und sind auf modernen Computern nicht mehr zu finden.
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