VLB
Steht für „VESA Local Bus.“
VLB, auch als VL-Bus abgekürzt, ist ein Erweiterungs-Bus auf einigen Computer-Mainboards. Eine VLB-Schnittstelle fügt einen Erweiterungssteckplatz für eine Grafikkarte hinzu, um die Grafikverarbeitung zu beschleunigen. Ein VLB-Erweiterungssteckplatz besteht aus einem ISA-Steckplatz und einem zusätzlichen, dahinter in einer Linie angeordneten Steckplatz. Bei Verwendung mit einem 50-MHz-486-Prozessor bot er eine Speicherbandbreite von bis zu 200 MB/s, verglichen mit maximal 16 MB/s über den ISA-Bus.
Die VLB-Schnittstelle wurde 1992 entwickelt und war häufig auf Mainboards enthalten, die für den Intel-486-Prozessor entwickelt wurden. Der ISA-Bus-Standard auf den damaligen Computern hatte nicht genügend Bandbreite für Grafikkarten, die mit dem Aufkommen grafischer Benutzeroberflächen immer beliebter wurden. Die Video Electronics Standards Association (VESA) entwickelte den VLB-Standard, um den ISA-Bus mit einem zusätzlichen Anschluss zu erweitern und so eine höhere Speicherbandbreite für fortschrittlichere Grafikkarten bereitzustellen.
Die VLB-Schnittstelle war nur wenige Jahre lang auf Computer-Mainboards verfügbar. Da die VLB-Schnittstelle für die 486-Prozessorgeneration entwickelt wurde, wurde sie nach der Einführung des Intel-Pentium-Prozessors nicht mehr verwendet. Für den Pentium-Prozessor entwickelte Chipsätze enthielten den PCI-Bus, der Erweiterungssteckplätze mit höheren Geschwindigkeiten als ISA-Steckplätze bot und dabei deutlich kleiner als VLB-Steckplätze war.
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