FPU
Steht für „Floating Point Unit“. Eine FPU ist ein Prozessor oder Teil eines Prozessors, der Gleitkommaberechnungen durchführt. Während frühe FPUs eigenständige Prozessoren waren, sind die meisten heute in die CPU eines Computers integriert.
Auch ohne Gleitkommaeinheit kann eine CPU sowohl Ganzzahl- als auch Gleitkomma- (Nichtganzzahl-) Berechnungen durchführen. Ganzzahloperationen verwenden jedoch eine deutlich andere Logik als Gleitkommaoperationen. Daher ist es ineffizient, denselben Prozessor für beide Arten von Operationen zu verwenden. Eine FPU bietet eine schnellere Möglichkeit, Berechnungen mit Nichtganzzahlen durchzuführen.
Jede mathematische Operation, etwa Addition, Subtraktion, Multiplikation oder Division, kann entweder von der Ganzzahlverarbeitungseinheit oder von der FPU durchgeführt werden. Wenn eine CPU eine Anweisung erhält, sendet sie diese automatisch an den entsprechenden Prozessor. Beispielsweise würde 12 + 5 als Ganzzahlberechnung verarbeitet, während 1.0023 x 5.789 an die FPU gesendet würde. Zwar kann ein Programmierer eine Anweisung speziell für eine der beiden Verarbeitungseinheiten schreiben, in der Regel ist das jedoch nicht erforderlich.
Da die Ganzzahl- und Gleitkommaleistung deutlich voneinander abweichen kann, enthalten die meisten Prozessor-Benchmarks beide Arten von Operationen. Die Geschwindigkeit von Ganzzahlberechnungen wird normalerweise als „Ganzzahlleistung“ aufgeführt und in SPEC-Benchmarks als „SPECint“ bezeichnet. Die Geschwindigkeit von FPU-Berechnungen wird häufig als „Gleitkommaleistung“ aufgeführt und kann in FLOPS gemessen werden.
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