Breitband
Breitband bezeichnet die Hochgeschwindigkeitsübertragung von Daten über ein einzelnes Kabel, bei der gleichzeitig große Datenmengen über mehrere Signale übertragen werden. Der Begriff bezieht sich meist auf eine Verbindung mit hoher Bandbreite zum Internet, die ständig aktiv ist. Die häufigsten Arten von Breitbandverbindungen sind DSL, Kabel, Glasfaser und mobiles Funknetz.
In verschiedenen Ländern gelten unterschiedliche Standards dafür, was als Breitbandverbindung gilt. Im Allgemeinen bezeichnet der Begriff jede Internetverbindung, die sowohl schneller als DFÜ oder ISDN ist als auch ständig verbunden bleibt. Die Geschwindigkeit, ab der eine Internetverbindung als Breitbandverbindung gilt, verändert sich im Laufe der Zeit, wenn sich die Technologie weiterentwickelt. Beispielsweise betrachtete die US-amerikanische FCC früher eine Verbindung mit 4 Mbit/s Download und 1 Mbit/s Upload als Breitbandverbindung, bevor sie ihre Standards später auf 25 Mbit/s Download und 3 Mbit/s Upload aktualisierte.
Arten von Breitband-Internetverbindungen
Mehrere verschiedene Arten von Breitband-Internetverbindungen sind allgemein verfügbar. Einige erfordern eigene Leitungen und funktionieren nur in kleinen geografischen Gebieten, während andere weitläufiger verfügbar sind. Geschwindigkeit, Preise und Dienstqualität können je nach Art der Verbindung stark variieren.
- Digital Subscriber Line oder DSL ist eine Art von Breitbandverbindung, die über Telefonleitungen betrieben wird. Die Geschwindigkeit einer DSL-Leitung hängt von mehreren Faktoren ab — der Qualität der Leitung, der Anzahl anderer Kunden in einem Gebiet und der Entfernung zwischen dem Kunden und dem Internetanbieter. Die üblichen Geschwindigkeiten reichen von 1–5 Mbit/s im unteren Bereich bis zu 100 Mbit/s.
- Kabelinternet wird über Koaxialkabel betrieben, die ursprünglich für Kabelfernsehen entwickelt wurden. Wie bei DSL kann eine hohe Zahl von Kunden in einem Gebiet zu einer geringeren Geschwindigkeit für alle führen. Daher begrenzen viele Kabelanbieter die monatliche Datenmenge, um die Nutzung einzuschränken. Die Geschwindigkeiten reichen von 30–100 Mbit/s im unteren Bereich bis zu mehr als 1 Gbit/s.
- Glasfaser-Internet wird über eigene Glasfaserkabel bereitgestellt. Glasfasernetze werden durch den lokalen Netzwerkverkehr weniger beeinflusst als DSL und Kabel. Daher haben die meisten Glasfaserverbindungen keine Datenbegrenzung und bieten symmetrische Download- und Upload-Geschwindigkeiten. Für die Verfügbarkeit von Glasfaser muss der lokale Internetanbieter neue Leitungen verlegen. Dadurch ist sie geografisch stärker begrenzt als Optionen, die vorhandene Telefon- und Kabelleitungen nutzen. Die Geschwindigkeiten von Glasfaser-Internet reichen von 100 Mbit/s im unteren Bereich bis zu 2 Gbit/s.
- Funkinternet kann über normale Mobilfunknetze oder eine feste Funkverbindung betrieben werden. Kunden von 4G- und 5G-Mobilfunkanbietern können spezielle Hotspots oder ihre eigenen Mobiltelefone verwenden, um ihre Wohnungen oder Häuser mit dem Internet zu verbinden. Bei festen Funkverbindungen werden niedrigere Frequenzen verwendet, die vom Funkturm des Internetanbieters zu einem speziellen Funkempfänger außerhalb des Gebäudes übertragen werden. Die Verbindungsqualität hängt von der Art des Dienstes, der Signalstärke und davon ab, ob eine freie Sichtverbindung zum Funkturm besteht. Die Geschwindigkeiten reichen von 5–10 Mbit/s bis zu 1 bis 2 Gbit/s.
- Satelliteninternet wird von Satelliten im Orbit zu einer außerhalb eines Hauses montierten Satellitenschüssel oder einem Empfänger übertragen. Da ein Signal zum Orbit und zurück übertragen werden muss, hat Satelliteninternet eine höhere Latenz als andere Arten von Breitbandverbindungen. Es ist im Allgemeinen teurer als kabelgebundene Verbindungen, kann aber fast überall betrieben werden. Für Satellitensignale ist außerdem eine freie Sicht zum Himmel erforderlich. Sie können durch Bäume und Wetterbedingungen gestört werden. Die Geschwindigkeiten reichen von etwa 10 Mbit/s bis zu 500 Mpbs.
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