VLAN
Steht für „Virtual Local Area Network“.
Ein VLAN ist ein benutzerdefiniertes Netzwerk, das aus einem oder mehreren vorhandenen lokalen Netzwerken (LANs) erstellt wird. Es ermöglicht, Gerätegruppen aus mehreren Netzwerken sowohl (kabelgebundenen als auch drahtlosen) zu einem einzigen logischen Netzwerk zusammenzufassen. Das Ergebnis ist ein virtuelles LAN, das wie ein physisches Netzwerk verwaltet werden kann.
Um ein VLAN zu erstellen, muss ein Netzwerkadministrator das virtuelle Netzwerk mithilfe eines Software-Verwaltungstools konfigurieren. Mit dieser Software kann der Administrator einzelne Ports oder Portgruppen auf einem Switch einem bestimmten VLAN zuweisen. Beispielsweise kann der Administrator die Ports 1–12 auf Switch Nr. 1 und die Ports 13–24 auf Switch Nr. 2 demselben VLAN zuweisen.
Angenommen, ein Unternehmen hat drei Abteilungen in einem einzigen Gebäude – Finanzen, Marketing und Entwicklung (wie oben dargestellt). Auch wenn diese Gruppen über mehrere Standorte verteilt sind, können VLANs für jede Gruppe konfiguriert werden. Beispielsweise könnte jedes Mitglied des Finanzteams dem Netzwerk „Finanzen“ zugewiesen werden, auf das die Marketing- oder Entwicklungsteams nicht zugreifen könnten. Diese Art der Konfiguration beschränkt den unnötigen Zugriff auf vertrauliche Informationen und sorgt für zusätzliche Sicherheit innerhalb eines lokalen Netzwerks.
VLAN-Protokolle
Da Datenverkehr aus mehreren VLANs über dasselbe physische Netzwerk übertragen werden kann, müssen die Daten einem bestimmten Netzwerk zugeordnet werden. Dies geschieht mithilfe eines VLAN-Protokolls, beispielsweise IEEE 802.1Q, dem ISL-Protokoll von Cisco oder dem VLT-Protokoll von 3Com. Die meisten modernen VLANs verwenden das IEEE-802.1Q-Protokoll. Dieses fügt jedem Ethernet-Frame einen zusätzlichen Header oder ein „Tag“ hinzu. Dieses Tag identifiziert das VLAN, zu dem das sendende Gerät gehört, und verhindert, dass Daten an Systeme außerhalb des virtuellen Netzwerks weitergeleitet werden. Daten werden zwischen Switches über eine physische Verbindung gesendet, die als „Trunk“ bezeichnet wird und die Switches miteinander verbindet. Trunking muss aktiviert sein, damit ein Switch VLAN-Informationen an einen anderen Switch weitergeben kann.
Der 802.1Q-Standard verwendet einen 12-Bit-Identifier (VID). Da 212 = 4.096 und 0 sowie 4.095 reservierte IDs sind, kann ein einzelnes Netzwerk bis zu 4.094 VLANs enthalten. In den meisten praktischen Anwendungen werden jedoch weniger als zwölf virtuelle Netzwerke benötigt.
NOTE: Drahtlose Geräte können in ein VLAN eingebunden werden, müssen jedoch über einen drahtlosen Router geleitet werden, der per Ethernet mit dem LAN verbunden ist.
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