Festkörpertechnik
Im Zusammenhang mit elektronischen Geräten bezeichnet „Festkörper“ ein Bauteil, das keine beweglichen Teile hat. Festkörperbauteile verwenden feste Materialien wie Silizium, um elektronische Signale zu übertragen, im Gegensatz zu Vakuumröhren und anderen mechanischen Bauteilen, die von der frühen Elektronik verwendet wurden. Der Begriff wird häufig speziell für Flash-Speicherlaufwerke in Festkörperbauweise (SSDs) verwendet, im Gegensatz zu mechanischen Festplattenlaufwerken.
Viele frühe Computerspeichergeräte waren keine Festkörpergeräte, da sie zum Speichern von Daten auf bewegliche Teile angewiesen waren. Beispielsweise speichert ein Festplattenlaufwerk Daten auf rotierenden magnetischen Platten, die von mechanischen Lese-/Schreibköpfen gelesen werden. Ein optisches Laufwerk liest Daten dagegen mithilfe eines beweglichen Lasers von einer rotierenden Disc. Wenn ein mechanisches Laufwerk während des Lesens oder Schreibens von Daten plötzlich bewegt wird, kann es springen und einen Lesefehler oder sogar dauerhafte Schäden an den Lese-/Schreibköpfen und den Datenplatten verursachen. Festkörperlaufwerke verwenden Flash-Speicher und haben keine beweglichen Teile, die durch plötzliche Bewegungen beeinträchtigt werden könnten. Dadurch sind sie wesentlich langlebiger und ideal für tragbare Geräte.
Alle modernen elektronischen Geräte enthalten Festkörperbauteile wie Transistoren, Dioden und integrierte Schaltkreise. Viele Computerkomponenten sind vollständig in Festkörperbauweise ausgeführt und enthalten überhaupt keine beweglichen mechanischen Teile, darunter Prozessoren, Speicherchips, Mainboards und Erweiterungskarten. Smartphones, Tablets und Laptops enthalten normalerweise ausschließlich Festkörperbauteile – abgesehen von Zubehörkomponenten wie Lüftern, Displayscharnieren, Tasten und Ein-/Aus- sowie Lautstärketasten.
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