Offenes Format
Ein offenes Format ist ein Dateiformat mit einer veröffentlichten Spezifikation, die jeder verwenden kann. Es ist das Gegenteil eines proprietären Dateiformats, das nur von einem bestimmten Softwareunternehmen oder einer bestimmten Anwendung verwendet wird.
Offene Formate ermöglichen es mehreren Programmen, dieselbe Datei zu öffnen. Wenn Sie beispielsweise in einem Texteditor wie Notepad eine Plain-Text-Datei (.TXT) erstellen und sie mit einer anderen Anwendung wie Microsoft Word öffnen. Da Plain-Text-Dateien Daten in einem offenen Format speichern, können sie mit jedem Texteditor oder Textverarbeitungsprogramm geöffnet werden.
Eine Datei, die in einem proprietären Format gespeichert wurde, kann dagegen möglicherweise nur mit der entsprechenden Anwendung geöffnet werden. Beispielsweise kann nur Apple Pages ein .PAGES-Dokument öffnen. Nur Adobe Premiere kann eine .PRPROJ-Datei öffnen.
In den letzten Jahren sind viele Softwareunternehmen von proprietären Formaten zu offenen Formaten gewechselt. Microsoft wechselte 2007 von proprietären Office-Dateiformaten (.DOC, .XLS, .PPT) zu offenen Formaten (.DOCX, .XLSX, .PPTX). Die neuen Office-Formate „Open XML“ verwenden die standardisierte Zip-Komprimierung und enthalten Daten, die in einfachem XML gespeichert sind. Jede Anwendung, die die öffentlich verfügbare Open-XML-Spezifikation unterstützt, kann sie öffnen. 2008 machte Adobe PDF zu einem offenen Standard. Die International Organization for Standardization (ISO) pflegt heute die Spezifikation des .PDF-Formats.
Teilweise offene Formate
Einige Dateiformate sind „teilweise offen“. Das bedeutet, dass die Spezifikation teilweise zur öffentlichen Nutzung verfügbar ist. Andere Anwendungen können diese Dateien öffnen, haben jedoch möglicherweise nur eingeschränkte Möglichkeiten zum Bearbeiten und Speichern. Beispiele für teilweise offene Formate sind Photoshop-Dokumente (.PSD), CorelDRAW-Zeichnungen (.CDR) und AutoCAD-Zeichnungen (.DWG).
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