LDAP
Steht für „Lightweight Directory Access Protocol“.
LDAP ist ein Protokoll für den Zugriff auf Verzeichnisinformationsdienste über ein Netzwerk. LDAP-Verzeichnisserver speichern Informationen über Benutzerkonten, über das Netzwerk zugängliche Ressourcen und andere Organisationsdaten in einer Datenbank für Verzeichnisinformationen, die für das schnelle Abrufen von Informationen optimiert ist. LDAP wird in Organisationen häufig für die Authentifizierung und die Verwaltung von Berechtigungen verwendet, mit Tools wie Microsoft Active Directory oder IBM Directory Services. LDAP funktioniert über TCP/IP, wodurch Verzeichnisinformationen über lokale Netzwerke und das Internet bereitgestellt werden können.
Ein LDAP-Verzeichnisserver ist wie das Telefonbuch einer Organisation. Er enthält Informationen, anhand derer Benutzer identifiziert und Ressourcen innerhalb der Hierarchie des Verzeichnisses gefunden werden können. Jedes Verzeichnis ist in mehrere Ebenen eines Baums gegliedert, der beim Stammverzeichnis beginnt und in Zweige aufgeteilt ist – geografische Standorte, Organisationen und Organisationseinheiten wie Bereiche und Abteilungen. Einzelne Benutzer innerhalb dieser Bereiche werden weiter in Gruppen organisiert und erhalten anschließend verschiedene Attribute wie Benutzer-ID, E-Mail-Adresse und Berechtigungsstufen.
Der häufigste Grund dafür, dass eine Anwendung über LDAP mit einem Verzeichnisserver kommuniziert, ist die Benutzerauthentifizierung. Wenn sich ein Benutzer beispielsweise bei einer Webanwendung anmelden möchte, sendet die Anwendung eine LDAP-Abfrage, die den angegebenen Benutzernamen und das Passwort mit den im Verzeichnis gespeicherten Daten vergleicht und den Zugriff gewährt, wenn sie übereinstimmen. Kommunikationsanwendungen wie E-Mail-Programme, Apps für Sprach- und Videokonferenzen sowie andere Tools für die Zusammenarbeit verwenden LDAP ebenfalls, um ein Adressbuch bereitzustellen, mit dem ein Benutzer jeden anderen Benutzer im Verzeichnissystem suchen kann.
Testen Sie Ihr Wissen