IOPS
Steht für „Input/Output Operations Per Second“. IOPS ist eine Kennzahl zur Messung der Leistung eines Speichergeräts oder eines Speichernetzwerks. Der IOPS-Wert gibt an, wie viele verschiedene Eingabe- oder Ausgabevorgänge ein Gerät oder eine Gruppe von Geräten in einer Sekunde ausführen kann. Er kann zusammen mit anderen Kennzahlen wie Latenz und Durchsatz verwendet werden, um die Gesamtleistung zu messen.
Ein IOPS-Wert ist normalerweise gleichbedeutend mit „Gesamt-IOPS“ und umfasst eine Mischung aus Lese- und Schreibvorgängen. Es ist jedoch auch möglich, spezifischere Werte zu messen, etwa IOPS für sequenzielles Lesen, IOPS für sequenzielles Schreiben, IOPS für zufälliges Lesen und IOPS für zufälliges Schreiben. Höhere Werte bedeuten, dass ein Gerät mehr Vorgänge pro Sekunde verarbeiten kann. Ein hoher IOPS-Wert für sequenzielles Schreiben wäre beispielsweise hilfreich, wenn eine große Anzahl von Dateien von einem anderen Laufwerk kopiert wird.
SSDs haben deutlich höhere IOPS-Werte als HDDs. Da SSDs keinen physischen Schreib-Lesekopf besitzen, der sich über das Laufwerk bewegt, können sie mehr als 1.000-mal so viele Lese-/Schreibvorgänge pro Sekunde ausführen wie eine typische Festplatte. Eine Festplatte, die sich beispielsweise mit 7.200 U/min dreht, kann einen Gesamt-IOPS-Wert von 90 haben. Eine moderne SSD kann einen IOPS-Wert von über 100.000 erreichen. Einige hochwertige Flash-Laufwerke haben IOPS-Werte von über einer Million.
IOPS waren zwar bei der Messung der Leistung von Festplatten wichtig, aber die meisten Situationen im Alltag erfordern nicht mehr als tausend Eingabe-/Ausgabevorgänge pro Sekunde. Daher gelten IOPS bei der SSD-Leistung nur selten als wichtige Kennzahl. Latenz und Durchsatz sind die wichtigsten Faktoren, die die Geschwindigkeit von SSDs beeinflussen. Auch die Speicherkapazität und die Haltbarkeit (Lebensdauer) sollten berücksichtigt werden.
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