ATA
Steht für „Advanced Technology Attachment“.
ATA war eine standardisierte Schnittstelle zum Anschließen von Festplatten und Diskettenlaufwerken an einen Computer. Der Controller war dabei in das Laufwerk selbst integriert, sodass ein ATA-Laufwerk keine separate Controllerkarte benötigte, um eine Verbindung mit dem Mainboard herzustellen. Nach der Einführung der SATA-Schnittstelle Anfang der 2000er-Jahre wurde die ATA-Schnittstelle nachträglich in „PATA“ für „Parallel ATA“ umbenannt.
Die ATA-Schnittstelle verwendete 40-polige Flachbandkabel, um Laufwerke mit dem Mainboard zu verbinden. Diese Kabel konnten drei Anschlüsse besitzen, sodass sich zwei Laufwerke ein Kabel teilen konnten. Damit das Mainboard Daten an das richtige Laufwerk senden konnte, mussten ATA-Laufwerke mithilfe von Jumpern, die sich neben dem ATA-Anschluss am Laufwerk befanden, als „Device 0“ (das primäre Laufwerk) oder „Device 1“ (das sekundäre Laufwerk) festgelegt werden. Pro Kabel konnte immer nur ein Laufwerk mit dem System kommunizieren, und Device 0 hatte immer die höhere Priorität. Spätere Überarbeitungen der ATA-Spezifikation fügten einen „Cable-Select“-Modus hinzu, der die Rollen automatisch anhand des Anschlusses festlegte, mit dem ein Laufwerk verbunden war.
Der ATA-Standard wurde in den 1990er-Jahren mehrmals aktualisiert. Jede neue Version fügte neue DMA-Übertragungsmodi hinzu, um die Leistung der Laufwerke zu verbessern. ATA-4 fügte ATA-Packet-Interface-(ATAPI)-Befehle hinzu, die Unterstützung für weitere Arten von Speicherlaufwerken ermöglichten — optische Laufwerke, Bandlaufwerke und Wechselfestplatten mit hoher Kapazität. Die letzten Versionen, ATA-7 und ATA-8, unterstützten Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 133 Megabyte/Sekunde. ATA wurde schließlich durch die SATA-Schnittstelle abgelöst, die höhere Übertragungsgeschwindigkeiten, einen kleineren Anschluss und Unterstützung für Hot-Swapping bot.
NOTE: Die ATA-Schnittstelle war auch als Integrated Drive Electronics (IDE)-Schnittstelle bekannt.
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