Unix
Unix ist eine Familie von Betriebssystemen, die häufig auf leistungsstarken Workstations und Servercomputern eingesetzt werden. Unix-Betriebssysteme verwenden ein modulares Design mit einem zentralen System-Kernel, einer separaten Benutzeroberflächen-Shell und Hunderten kleiner Dienstprogramme. Einige Unix-Versionen sind proprietäre Software, während andere kostenlos und Open Source sind. Unix kann auf vielen verschiedenen Hardwareplattformen ausgeführt werden.
Unix war Vorreiter bei mehreren Funktionen, die inzwischen in der gesamten Computerbranche weit verbreitet sind. C wurde entwickelt, um Dienstprogramme für Unix zu schreiben, und ist heute eine der am weitesten verbreiteten Programmiersprachen. Unix ist ein Mehrbenutzerbetriebssystem – mehrere Benutzer können sich gleichzeitig anmelden und Programme gleichzeitig ausführen. Es verwendet ein hierarchisches Dateisystem, das eine beliebige Anzahl verschachtelter Unterordner ermöglicht. Unix-Server hosteten viele der frühen Internetdienste, und Unix-Versionen laufen auch heute noch auf den meisten Servern.
AT&T entwickelte 1969 in den Bell Labs die ursprüngliche Version von Unix. In den 1970er- und 1980er-Jahren lizenzierten sie Unix an Unternehmen, Universitäten und andere Organisationen. Da jeder Lizenznehmer einen eigenen Fork von Unix erstellen konnte, war Unix bald kein einzelnes Betriebssystem mehr, sondern eine Familie ähnlicher Systeme. Ein Branchenverband, The Open Group, verwaltet heute die Unix-Marke und die Single UNIX Specification und stellt sicher, dass die zahlreichen Unix-Versionen eine Reihe von Standards erfüllen.
NOTE: Zu den verbreiteten Unix-Varianten gehören IBMs AIX, Hewlett-Packards HP-UX und Oracles Solaris. Einige andere Betriebssysteme wie FreeBSD und Linux gelten als Unix-ähnlich – sie basieren auf Unix und funktionieren auf dieselbe Weise, enthalten jedoch keinen ursprünglichen Unix-Code.
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