Fork
In der Softwareentwicklung ist ein Fork eine neue Anwendung, die aus einer bestehenden Anwendung entwickelt wurde. Wenn eine Anwendung „geforkt“ wird, entsteht ein neues, separates Programm und nicht nur ein neuer Entwicklungszweig. Forks von Open-Source-Projekten sind häufiger als Forks von proprietärer Software, aber beides ist möglich.
Open-Source-Software
Da Open-Source-Software frei verteilt und bearbeitet werden darf, kann jeder eine Open-Source-Anwendung legal forken. Die Codebasis jedes Open-Source-Programms oder Betriebssystems kann als Grundlage für ein neues Projekt verwendet werden. Die meisten Linux-Distributionen sind beispielsweise Forks früherer Linux-basierter Betriebssysteme. Aufgrund der Beliebtheit von Linux und seiner Open-Source-Codebasis gibt es Hunderte von Linux-Forks.
Beispiele für Anwendungen, die als Forks von Open-Source-Codebibliotheken erstellt wurden, sind:
- LibreOffice aus OpenOffice.org
- Collabora Online aus LibreOffice
- Calligra aus KOffice
- Basilisk aus Firefox
Proprietäre Software
Da der Quellcode proprietärer Software urheberrechtlich geschützt ist, können externe Entwickler keine kommerzielle Anwendung forken. Ein Entwickler kann jedoch eine Anwendung forken wollen, um für einen anderen Zweck eine leicht abweichende Version zu erstellen. Beispielsweise kann ein Entwickler einen Bildeditor forken, um einen schreibgeschützten Bildbetrachter zu erstellen, der verhindert, dass Benutzer Dateien ändern.
NOTE: Anders als ein Mod, der Funktionen einer bestehenden Anwendung ändert oder hinzufügt, ist ein Fork ein neues, eigenständiges Programm mit einem anderen Namen.
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