TPM
Steht für „Trusted Platform Module“.
TPM ist eine Technologie, die hardwarebasierte Sicherheitsfunktionen ermöglicht. Sie benötigt einen „Kryptoprozessor“, der vom primären CPU getrennt ist und ausschließlich für Sicherheitszwecke verwendet wird.
Zu den Funktionen eines TPM-Chips gehören:
- Bereitstellung einer sicheren Authentifizierung
- Erzeugung und Speicherung kryptografischer Schlüssel
- Verschlüsselung und Entschlüsselung von Daten
- Überprüfung und Aufzeichnung von Vorgängen beim Laden von Software
Das TPM ist ein kleiner Chip, der normalerweise auf die Hauptplatine eines Computers gelötet ist. Es verfügt über eine eindeutige ID, die auch als Endorsement Key (EK) bezeichnet wird und nicht geändert werden kann. Da der Schlüssel unveränderlich und an die Hauptplatine gebunden ist, ermöglicht er eine zuverlässige Authentifizierung des Geräts. Beim Austausch der Hauptplatine eines TPM-fähigen Systems muss das Startlaufwerk jedoch möglicherweise neu formatiert werden.
TPM 2.0
Windows 11 erfordert TPM 2.0 und einen PC, der Secure Boot unterstützt. Diese Technologien arbeiten zusammen, um zu verhindern, dass nicht überprüfte Software während des Startvorgangs geladen wird. TPM 2.0 bietet gegenüber dem vorherigen Standard mehrere Sicherheitsverbesserungen, darunter:
- Unterstützung des SHA-256-Hashing-Algorithmus
- Unterstützung neuerer Hashing-Algorithmen (TPM 1.2 unterstützt nur RSA und SHA-1)
- eine einheitlichere „Sperrrichtlinie“, die auf Betriebssystemebene festgelegt wird
- ein einziges Halbleitergehäuse (TPM-1.2-Hardware kann einzelne Komponenten verwenden)
Die meisten nach 2015 entwickelten Windows-PCs verfügen über TPM-2.0-Chips, die eine UEFI-Firmware erfordern. Wenn TPM 2.0 nicht standardmäßig aktiviert ist, kann es möglicherweise in der UEFI-Oberfläche aktiviert werden.
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