Telemedizin
Telemedizin ist ein Sammelbegriff für Gesundheitsdienste, die mithilfe von Telekommunikationstechnologien erbracht werden. Dazu gehört alles von der elektronischen Übermittlung von Gesundheitsinformationen und Rezepten von Patienten bis hin zur Fernkommunikation zwischen Patienten und Ärzten an unterschiedlichen Orten.
Telemedizin gibt es seit Jahrzehnten, angefangen mit der Erfindung des Telefons im späten 19. Jahrhundert. Dadurch konnten Ärzte und Pflegekräfte erstmals über große Entfernungen kommunizieren und ihren Patienten telefonisch medizinische Informationen geben. Das Telefon führte zu einer deutlichen Verbesserung der medizinischen Versorgung, da Patienten nicht mehr auf die Fachkenntnisse von Ärzten in ihrer Umgebung beschränkt waren.
Mit dem technischen Fortschritt entwickelte sich auch die Telemedizin weiter. So machte beispielsweise das Faxgerät die Übertragung medizinischer Informationen zwischen Krankenhäusern innerhalb von Minuten statt Tagen möglich. Pager halfen dabei, Ärzte und Chirurgen in Notfällen zu benachrichtigen. Moderne Technologien wie Smartphones und das Internet ermöglichen es medizinischen Fachkräften und Patienten, jederzeit und überall auf Gesundheitsinformationen zuzugreifen. Online-Dienste wie MyChart und AthenaNet ermöglichen Patienten den direkten Zugriff auf ihre eigenen Gesundheitsakten, einschließlich Testergebnissen, Aufnahmen und Medikamenten.
Fernversorgung
Telemedizin umfasst zwar viele Arten medizinischer Dienste, wird aber häufig zur Beschreibung der Fernversorgung verwendet. So kann ein Telemedizin-Arzt Patienten beispielsweise mithilfe von Videokonferenztechnik aus der Ferne „besuchen“. Patienten können Ferntermine vereinbaren, und ein Arzt kann ihren Zustand über die Videoübertragung beurteilen. Eine fortschrittlichere Form der Telemedizin, die als Telechirurgie bezeichnet wird, ermöglicht Ärzten die Durchführung von Operationen aus der Ferne mithilfe eines speziellen Robotersystems.
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