Fernzugriff
Fernzugriff bezeichnet die Verbindung zu einem Computer und dessen Steuerung über eine Netzwerkverbindung. Remote-Benutzer haben oft dieselben Steuerungsmöglichkeiten über den Computer wie bei einem direkten Zugriff darauf. Dadurch kann ein Website-Administrator einen Webserver in einem Rechenzentrum aus der Ferne verwalten oder eine Person, die von zu Hause aus arbeitet, auf ihren Computer im Büro zugreifen und ihn steuern.
Ein Computer, der für den Fernzugriff eingerichtet ist, kann je nach verwendetem Protokoll entweder eine textbasierte Befehlszeile oder eine vollständige grafische Benutzeroberfläche bereitstellen — SSH stellt eine textbasierte Befehlszeile bereit, während VNC und das proprietäre RDP-Protokoll von Microsoft eine grafische Benutzeroberfläche bereitstellen. Bei allen Methoden müssen beide Computer kompatible Fernzugriffssoftware ausführen — auf dem einen Serversoftware und auf dem anderen eine Client-App. Einige Betriebssysteme enthalten bereits integrierte Serversoftware für den Fernzugriff, darunter Professional-, aber nicht Home-Editionen von Windows, macOS und die meisten Linux-Distributionen. Außerdem sind Anwendungen von Drittanbietern verfügbar, die mehr Funktionen als integrierte Werkzeuge bieten.
Verbindungen zwischen Computern werden verschlüsselt, damit andere Personen und Geräte eine Fernzugriffssitzung nicht heimlich mithören können. SSH und RDP verschlüsseln Verbindungen standardmäßig, VNC jedoch nicht. Stattdessen werden VNC-Sitzungen oft durch eine verschlüsselte SSH-Verbindung getunnelt. Fernzugriffssitzungen können außerdem aus Sicherheitsgründen ein VPN verwenden. In vielen Fällen, etwa bei der Verbindung zu einem Computer in einem Unternehmensnetzwerk, ist ein VPN erforderlich, um eine sichere Verbindung zu gewährleisten.
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