Virendefinition
Eine Virendefinition ist ein binäres Muster (eine Zeichenfolge aus Einsen und Nullen), das einen bestimmten Virus identifiziert. Indem eine Programmdatei oder Datei mit einer Liste von Virendefinitionen abgeglichen wird, kann eine Antivirensoftware feststellen, ob das Programm oder die Datei einen Virus enthält.
Die meisten Antiviren- und Internetsicherheitsprogramme greifen beim Scannen von Dateien auf eine Datenbank mit Virendefinitionen zurück. Dies ist eine effektive Methode, um bekannte Viren zu erkennen. Wenn jedoch neue Viren erstellt werden, erkennt die Antivirensoftware sie möglicherweise nicht. Deshalb aktualisieren die meisten Antivirenprogramme die Virendefinitionen regelmäßig automatisch aus einer Onlinedatenbank, beispielsweise einmal pro Woche.
Einige Antivirenprogramme verwenden bekannte Virendefinitionen, um Heuristiken zu erstellen, die unbekannte Viren erkennen können. Diese Viren stimmen möglicherweise nicht genau mit einer Virendefinition überein, können ihr aber ausreichend ähneln, sodass die Antivirensoftware die Datei als möglichen Virus markieren kann. Dies bietet zwar zusätzlichen Schutz vor unbekannten Viren, kann aber auch zu „Fehlalarmen“ führen, bei denen Dateien als potenziell schädlich eingestuft werden, obwohl sie keine Viren enthalten.
Die Genauigkeit der Antivirenheuristiken wird mit der Zeit verbessert, basierend auf dem Feedback, das Endbenutzer und Entwickler an die Anbieter von Antivirensoftware geben. Dieses Feedback wird verwendet, um bestimmte Dateien auf eine Whitelist oder Blacklist zu setzen. Durch die Kombination dieser Informationen mit aktuellen Virendefinitionen kann Antivirensoftware weniger Fehlalarme erzeugen und trotzdem tatsächliche Viren erkennen.
Testen Sie Ihr Wissen