Systemhärtung
Systemhärtung ist der Prozess, Sicherheitslücken zu reduzieren, indem unnötige Software, Dienste und Zugriffspunkte entfernt werden. Ziel ist es, einen Computer so sicher wie möglich zu machen und gleichzeitig die für seinen Betrieb erforderlichen Funktionen zu erhalten.
Ein „gehärtetes“ System umfasst normalerweise nur unbedingt erforderliche Anwendungen und aktivierte Funktionen. Nicht verwendete Programme, Hintergrunddienste, Netzwerk-Ports und Benutzerkonten werden deaktiviert oder entfernt. Sicherheitseinstellungen werden verbessert, indem eine Firewall aktiviert wird, die Verwendung sicherer Passwörter vorgeschrieben wird, Softwareupdates installiert werden und der administrative Zugriff eingeschränkt wird.
Systemhärtung kann auch Änderungen an Standardeinstellungen umfassen, die ausgenutzt werden könnten. Beispielsweise kann ein Administrator Gastkonten deaktivieren, den Fernzugriff beschränken, Multi-Faktor-Authentifizierung durchsetzen und die Protokollierung aktivieren, damit Anmeldeversuche und andere Systemaktivitäten überwacht werden können. Auf Servern umfasst die Härtung häufig auch die Deaktivierung nicht verwendeter Protokolle und die Einschränkung der Prozesse, die ausgeführt werden dürfen.
NOTE: Je nach Schwerpunkt kann Systemhärtung auch als „Härtung des Betriebssystems“ oder „Sicherheitshärtung“ bezeichnet werden.
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