Hacker
Nach seiner ursprünglichen Definition ist ein Hacker ein geschickter oder cleverer Computer-Experte, der technische Probleme mit nicht standardmäßigen oder undokumentierten Mitteln lösen kann. Heute wird der Begriff meist stattdessen für einen Sicherheitshacker verwendet, also für jemanden, der sich geschickt unbefugten Zugang zu einem Computersystem verschaffen kann.
Der Begriff bezog sich ursprünglich auf eine allgemeine Subkultur früher Computerbegeisterter in den 1960er-, 70er- und 80er-Jahren. Diese Hacker waren Hobbyisten, die Freude daran hatten, die Grenzen dessen, was sie mit ihren Computern erreichen konnten, auf kreative Weise auszuloten. Diese Art von Hacker-Subkultur besteht bis heute fort, häufig in der Open-Source-Softwaregemeinschaft, in Computerclubs und bei Veranstaltungen, die als „Hackathons“ bezeichnet werden.
Sicherheitshacker
Heute wird der Begriff „Hacker“ meistens für Sicherheitshacker verwendet, die illegal auf Computersysteme zugreifen, oft aus schädlichen Gründen. Die Methoden, mit denen sich ein Hacker Zugang zu einem System verschafft, können einfach sein, etwa das Erraten oder Stehlen von Anmeldedaten. Erfahrene Hacker verwenden möglicherweise komplexere Methoden, beispielsweise das Ausnutzen von Fehlern oder das Einschleusen eines Virus in ein System. Sie können auch Social Engineering oder Phishing einsetzen, um Zugang zu erhalten.
Nicht alle Hacker dringen aus schädlichen Gründen in Computersysteme ein. „White-Hat“-Hacker werden auch als ethische Hacker bezeichnet. Sie sind Sicherheitsforscher, die von den Betreibern eines Systems beauftragt werden, in dieses einzudringen. Sie identifizieren Schwachstellen, etwa Zero-Day-Exploits, um sie zu beheben und ein System gegen andere Hacker besser zu schützen. „Grey-Hat“-Hacker ähneln White Hats: Sie dringen in Systeme ein und melden die von ihnen entdeckten Schwachstellen, jedoch ohne vorherige Genehmigung. Grey Hats führen diese Arbeit im Allgemeinen aus, um eine angebotene Zahlung zu erhalten, die als „Bug-Bounty“ bezeichnet wird. „Black-Hat“-Hacker hingegen dringen aus kriminellen Gründen in Systeme ein, etwa um Informationen zu stehlen oder mithilfe von Ransomware Zahlungen zu erpressen.
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