RIP
Steht für „Routing Information Protocol“. RIP ist ein Protokoll, das von Routern verwendet wird, um Routinginformationen in einem Netzwerk auszutauschen. Die wichtigsten Funktionen sind: 1) den effizientesten Weg für das Weiterleiten von Daten in einem Netzwerk zu bestimmen und 2) Routing-Schleifen zu verhindern.
RIP verwaltet eine Routingtabelle, in der alle innerhalb eines Netzwerks erreichbaren Router aufgeführt sind. Jeder Router verwendet diese Tabelle, um den effizientesten Weg für das Weiterleiten von Daten zu bestimmen. RIP nutzt das Distanzvektor-Routing, bei dem der beste Pfad anhand der Richtung und Entfernung zwischen Routern berechnet wird. Jedes Datenpaket wird an die entsprechenden Router weitergeleitet, bis es sein Ziel erreicht.
RIP verhindert außerdem endlose Routing-Schleifen, indem die Anzahl der „Hops“ zwischen Quelle und Ziel begrenzt wird. Ein Hop wird jedes Mal erfasst, wenn ein Datenpaket von einem Router an einen anderen weitergeleitet wird. Die von RIP zugelassene Höchstzahl an Hops beträgt 15. Wenn der Hop-Zähler 16 erreicht, stellt RIP fest, dass das Ziel nicht erreichbar ist, und die Übertragung wird beendet.
Es gibt drei verschiedene RIP-Versionen:
- RIPv1 – 1988 standardisiert; verwendet „classful“ Routing, bei dem eine IP-Klasse festgelegt wird, aber keine Subnetzinformationen enthalten sind
- RIPv2 – 1993 entwickelt und 1998 standardisiert; verwendet „classless“ Routing und überträgt Subnetzinformationen; unterstützt die MD5-Authentifizierung
- RIPng – 1997 standardisiert; eine Erweiterung von RIPv2, die IPv6 unterstützt
NOTE: Die meisten modernen Netzwerke verwenden neuere Routingmethoden wie OSPF (Open Shortest Path First) statt RIP, um Daten weiterzuleiten.
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