OSPF
Steht für „Open Shortest Path First“.
OSPF ist ein Routingprotokoll, das Routern innerhalb desselben Netzwerks dabei hilft, automatisch die besten Wege für das Senden von Daten zu finden. Es ist ein offener Standard, der von der Internet Engineering Task Force (IETF) entwickelt wurde, und wird heute in großen Unternehmen und Campusnetzwerken häufig eingesetzt.
OSPF funktioniert, indem jeder Router seinen Nachbarn Informationen über den Aufbau des Netzwerks mitteilt. Mithilfe dieser Daten erstellt jeder Router dieselbe „Karte“ des Netzwerks. Anschließend verwendet jeder Router den Algorithmus „Shortest Path First“, um für jedes Ziel die schnellste und effizienteste Route zu ermitteln.
Das obige Diagramm zeigt, wie OSPF funktioniert. Fünf Router sind in einer vermaschten Struktur verbunden, und R1 muss Daten an R5 senden. Vor dem Senden der Daten berechnet OSPF anhand der „Kosten“ der Verbindungen zwischen den einzelnen Knoten die schnellste Route. R1 zu R3 zu R5 (rot dargestellt) ist die schnellste Route, da sie die geringsten Kosten hat (Kosten 2 + Kosten 6). Wenn R3 jedoch weit von R1 und R5 entfernt wäre, könnten die Kosten über eine andere Route geringer sein, selbst wenn diese mehr Sprünge erfordern würde.
Wenn sich das Netzwerk ändert – etwa wenn eine Verbindung ausfällt oder ein neuer Router hinzugefügt wird –, aktualisiert OSPF die Netzwerkkarte schnell. Anschließend findet es einen neuen besten Weg, oft innerhalb weniger Sekunden und ohne manuelle Änderungen.
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