POTS
Steht für „Plain Old Telephone Service“. POTS ist das herkömmliche Telefonsystem, das es seit fast 150 Jahren gibt. Es arbeitet über Kupferleitungen und wurde für die Übertragung analoger Signale entwickelt.
Während des größten Teils des vergangenen Jahrhunderts war POTS das wichtigste Telekommunikationsmedium. Die Infrastruktur, etwa Telefonmasten und Telefonleitungen, ist in den gesamten Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt zu finden. In den vergangenen Jahrzehnten haben digitale Alternativen wie VoIP und Mobilfunk herkömmliche Telefontarife weitgehend ersetzt. Viele Telefonmasten tragen heute neben den Kupferleitungen auch digitale Glasfaserkabel. Einige sind mit öffentlichen Wi-Fi-Repeatern und Mobilfunksendern ausgestattet.
Obwohl POTS allmählich veraltet, bietet das herkömmliche Telefonsystem einige Vorteile:
- Hohe Zuverlässigkeit (etwa 99,999 %)
- Keine externe Stromversorgung erforderlich (Kupferleitungen führen Niederspannung)
- Große bestehende globale Infrastruktur
- Kann analoge und digitale Signale verarbeiten
- Klarer, unkomprimierter Sprachton
Zu den Nachteilen von POTS gegenüber modernen Telekommunikationssystemen gehören:
- Keine drahtlose Option (außer bei Mobilteilen im Haus)
- Teuer, insbesondere bei internationalen Gesprächen
- Begrenzte Bandbreite für die Übertragung digitaler Signale (und daher niedrige Geschwindigkeiten)
- Erfordert eine umfangreiche oberirdische Infrastruktur
- Der Audiobereich der Frequenz ist auf 300 bis 3.300 Hz begrenzt
POTS im Vergleich zu Festnetzanschlüssen
Die Begriffe „POTS“ und „Festnetzanschluss“ werden manchmal synonym verwendet. Oft bedeuten sie dasselbe. POTS bezeichnet jedoch ein Telefonsystem, das über analoge Telefonleitungen betrieben wird. Ein Festnetzanschluss kann entweder POTS oder einen digitalen Sprachdienst wie Vonage oder Comcast Digital Voice verwenden. Daher setzt POTS einen Festnetzanschluss voraus, ein Festnetzanschluss muss jedoch nicht unbedingt POTS verwenden.
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