Nutzlast

Der Begriff „Nutzlast“ kann in der Computertechnik mehrere Bedeutungen haben. 1) In der Netzwerktechnik ist eine Nutzlast der Teil eines Datenpakets, der die übertragenen Daten enthält. 2) In der Computersicherheit ist eine Nutzlast der Teil eines Computervirus oder anderer Schadsoftware, der den Code enthält, mit dem die schädliche Aktivität des Virus ausgeführt wird.

1. Nutzlast eines Datenpakets

Eine Nutzlast ist der Teil einer Protokolldateneinheit (PDU), der die übertragenen Daten oder Nachrichten enthält. Wenn ein Gerät Daten über ein Netzwerk sendet, muss es diese Daten zusammen mit einem Header in einem Paket zusammenfassen. Der Header eines Pakets enthält Angaben zum Weg vom Ursprung zum Ziel sowie Anweisungen dazu, wie die Nutzlast wieder zusammengesetzt wird. Sobald das Zielgerät das Paket empfängt, verwirft es den Header und liest anschließend die Daten in der Nutzlast – ähnlich wie beim Empfangen und Öffnen eines Briefs: Man verwirft den Umschlag und liest dann die Nachricht.

Ein Ethernet-Frame enthält eine Nutzlast, der ein Header vorangestellt ist und auf die eine Frame-Prüfsequenz (FCS) folgt
Ein Ethernet-Frame enthält eine Nutzlast, der ein Header vorangestellt ist und auf die eine Frame-Prüfsequenz (FCS) folgt

Wie viele Informationen eine Nutzlast enthalten kann, hängt vom jeweiligen Protokoll ab. Jedes Datenelement, das die Nutzlastgrenze überschreitet, wird in mehrere Teile aufgeteilt, die nach dem Empfang wieder zusammengesetzt werden. Beispielsweise beträgt die maximale Größe eines IP-Datenpakets 64 KB. Davon entfallen nur 20 bis 60 Byte auf den Header, während der Rest für die Nutzlast verbleibt. Ein Ethernet-Frame enthält dagegen nur 1500 Byte Nutzlast bei 18 Byte Zusatzinformationen. Wenn ein IP-Datenpaket über Ethernet übertragen wird, wird es – einschließlich Header – in kleinere Teile aufgeteilt, die als Nutzlasten in einer Reihe von Ethernet-Frames dienen.

2. Nutzlast von Schadsoftware

Eine Nutzlast ist der Teil eines Computer-Wurms oder -virus, der den Code ausführt, mit dem schädliche Aktivitäten durchgeführt werden. Einige Viren suchen nach Informationen und stehlen diese, überwachen Aktivitäten, löschen Dateien oder verschlüsseln Dateien, um sie als Geisel zu halten. Die anderen Teile eines Virus sind der Vektor, also die Methode, mit der der Virus den Computer infiziert, und der Trigger, also die Bedingung, die die Nutzlast aktiviert.

Aktualisiert October 13, 2022 von Brian P.
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