IPS
Steht für „Intrusion Prevention System“. Ein IPS ist ein Netzwerksicherheitssystem, das dazu entwickelt wurde, schädliche Aktivitäten innerhalb eines Netzwerks zu verhindern. Es wird häufig in Kombination mit einem Netzwerkerkennungssystem (IDS) verwendet und kann auch als Intrusion Detection and Prevention System (IDPS) bezeichnet werden.
Wie ein IDS kann ein IPS Hardware, Software oder beides umfassen. Es kann außerdem für ein Netzwerk oder ein einzelnes System konfiguriert werden. Im Gegensatz zu IDS-Systemen sind Intrusion-Prevention-Systeme jedoch darauf ausgelegt, schädliche Aktivitäten zu verhindern, statt sie lediglich zu erkennen.
Wenn ein IDS verdächtige Aktivitäten erkennt, beispielsweise zahlreiche fehlgeschlagene Anmeldeversuche, kann es die IP-Adresse protokollieren. Erkennt es eine verdächtige Datenübertragung, kann es die Pakete mit einer Datenbank bekannter Viren abgleichen, um festzustellen, ob schädlicher Code übertragen wird. Wenn ein Eindringen erkannt wird, vergleicht ein IDS die Aktivität mit einer Reihe von Regeln, die verhindern sollen, dass schädliche Aktivitäten stattfinden. Erkennt ein IDS beispielsweise zahlreiche fehlgeschlagene Anmeldungen, kann es die IP-Adresse für den Zugriff auf Netzwerkgeräte sperren. Erkennt es einen Virus, können die Daten unter Quarantäne gestellt oder gelöscht werden, bevor sie ihr Ziel erreichen.
Zu den Beispielen für hardwarebasierte IPS-Systeme gehören die IPS-4500-Serie von Cisco, die „GX“-Systeme von IBM Security Network und die „NX“-Geräte von HP TippingPoint. Zu den softwarebasierten IPS-Lösungen gehören die IPS Software Blade von Check Point und McAfee Host Intrusion for Desktop.
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