IDS
Steht für „Intrusion Detection System“ (System zur Angriffserkennung). Ein IDS überwacht den Netzwerkverkehr auf verdächtige Aktivitäten. Es kann aus Hardware, Software oder einer Kombination aus beidem bestehen. ID-Systeme ähneln Firewalls, sind jedoch dafür ausgelegt, den Datenverkehr zu überwachen, der bereits in ein Netzwerk gelangt ist, anstatt den Zugriff auf ein Netzwerk vollständig zu verhindern. Dadurch können IDS Angriffe erkennen, die innerhalb eines Netzwerks ihren Ursprung haben.
Ein Intrusion-Detection-System kann entweder für ein Netzwerk oder für ein bestimmtes Gerät konfiguriert werden. Ein Network Intrusion Detection System (NIDS) überwacht eingehenden und ausgehenden Datenverkehr sowie Datenübertragungen zwischen Systemen innerhalb eines Netzwerks. NIDS-Systeme sind häufig über mehrere verschiedene Punkte in einem Netzwerk verteilt, um sicherzustellen, dass es keine Lücken gibt, an denen der Datenverkehr unbeobachtet bleiben könnte.
Ein IDS, das für ein einzelnes Gerät konfiguriert ist, wird als Host Intrusion Detection System oder HIDS bezeichnet. Es überwacht einen einzelnen Host auf ungewöhnliche Datenverkehrsmuster. Beispielsweise kann es im eingehenden und ausgehenden Datenverkehr nach bekannten Viren oder Schadsoftware suchen. Einige HIDS überprüfen sogar Pakete auf wichtige Systemdateien, um sicherzustellen, dass diese nicht verändert oder gelöscht wurden.
Sowohl Netzwerk- als auch Host-IDS sind dafür ausgelegt, Eindringversuche zu erkennen und einen Alarm auszulösen. Dieser Alarm kann an einen Netzwerkadministrator gesendet oder von einem automatisierten System verarbeitet werden. Ein System, das Alarme über Eindringversuche automatisch verarbeitet, wird als reaktives IDS oder als Intrusion Prevention System (IPS) bezeichnet.
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