Digitaler Fußabdruck
Ein digitaler Fußabdruck ist eine Spur aus Daten, die Sie bei der Nutzung des Internets erzeugen. Dazu gehören die Websites, die Sie besuchen, die E-Mails, die Sie senden, und die Informationen, die Sie an Online-Dienste übermitteln.
Ein „passiver digitaler Fußabdruck“ ist eine Datenspur, die Sie unbeabsichtigt online hinterlassen. Wenn Sie beispielsweise eine Website besuchen, protokolliert der Webserver möglicherweise Ihre IP-Adresse, anhand derer sich Ihr Internetanbieter und Ihr ungefährer Standort bestimmen lassen. Ihre IP-Adresse kann sich zwar ändern und enthält keine persönlichen Informationen, gilt aber dennoch als Teil Ihres digitalen Fußabdrucks. Ein persönlicherer Aspekt Ihres passiven digitalen Fußabdrucks ist Ihr Suchverlauf, der von einigen Suchmaschinen gespeichert wird, während Sie angemeldet sind.
Ein „aktiver digitaler Fußabdruck“ umfasst Daten, die Sie absichtlich online übermitteln. Das Senden einer E-Mail trägt zu Ihrem aktiven digitalen Fußabdruck bei, da Sie davon ausgehen, dass die Daten von einer anderen Person gesehen und/oder gespeichert werden. Je mehr E-Mails Sie senden, desto größer wird Ihr digitaler Fußabdruck. Da die meisten Menschen ihre E-Mails online speichern, können die von Ihnen gesendeten Nachrichten problemlos mehrere Jahre oder länger online bleiben.
Das Veröffentlichen eines Blogs und das Posten von Social-Media-Aktualisierungen sind weitere beliebte Möglichkeiten, Ihren digitalen Fußabdruck zu vergrößern. Jeder Tweet, den Sie auf Twitter posten, jede Statusaktualisierung, die Sie auf Facebook veröffentlichen, und jedes Foto, das Sie auf Instagram teilen, trägt zu Ihrem digitalen Fußabdruck bei. Je mehr Zeit Sie auf Websites für soziale Netzwerke verbringen, desto größer wird Ihr digitaler Fußabdruck. Selbst das „Gefällt mir“ für eine Seite oder einen Facebook-Beitrag trägt zu Ihrem digitalen Fußabdruck bei, da die Daten auf den Servern von Facebook gespeichert werden.
Jeder, der das Internet nutzt, hat einen digitalen Fußabdruck, daher ist er kein Grund zur Sorge. Dennoch ist es sinnvoll, darüber nachzudenken, welche Datenspur Sie hinterlassen. Wenn Sie beispielsweise Ihren digitalen Fußabdruck verstehen, senden Sie möglicherweise keine verletzende E-Mail, da die Nachricht für immer online bleiben könnte. Es kann Sie auch dazu bringen, sorgfältiger auszuwählen, was Sie auf Social-Media-Websites veröffentlichen. Zwar können Sie Inhalte häufig aus sozialen Netzwerken löschen, aber sobald digitale Daten online geteilt wurden, gibt es keine Garantie, dass Sie sie jemals aus dem Internet entfernen können.
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