Kompilieren
Ein Programm zu kompilieren bedeutet, es von für Menschen lesbarem Quellcode in eine ausführbare Datei umzuwandeln. Beim Kompilieren eines Programms werden außerdem Ressourcen wie Bilder und Symbole in das Programm eingebunden. Ein Programm muss kompiliert werden, bevor ein Computer es ausführen kann.
Wenn ein Entwickler ein Programm schreibt, verwendet er dazu eine Programmiersprache, die so konzipiert ist, dass sie leicht zu schreiben, zu lesen und zu pflegen ist. Computer können ein Programm jedoch nicht direkt aus dem Quellcode ausführen — die CPU kann nur Anweisungen in ihrer eigenen, hardwarenahen Maschinensprache verstehen. Beim Kompilieren eines Programms werden die Anweisungen im Quellcode in eine entsprechende Gruppe von Anweisungen in Maschinensprache umgewandelt und anschließend in eine ausführbare Binärdatei codiert.
Softwareentwicklungskits (SDKs) enthalten Programme namens Compiler, mit denen Entwickler ihre Projekte kompilieren können. Ein Compiler wandelt Quellcode jeweils für ein einzelnes Betriebssystem und eine einzelne Prozessor-Architektur in eine ausführbare Datei um — zum Beispiel Windows auf x86-64 oder Unix auf ARM64. Einige Compiler ermöglichen es einem Entwickler, Maschinencode für mehrere Architekturen in einer einzigen Datei zu speichern — zum Beispiel ein universelles Binärprogramm für macOS, das sowohl auf Intel- als auch auf Apple-Silicon-Prozessoren ausgeführt werden kann — indem der Code zunächst für jede Prozessorarchitektur separat kompiliert und anschließend zu einer einzigen verpackten ausführbaren Datei zusammengeführt wird.
NOTE: Programmiersprachen, die vor der Ausführung nicht kompiliert werden müssen, werden als "interpretierte" Sprachen bezeichnet. Stattdessen übersetzt ein "Interpreter"-Programm den Quellcode eines Programms zur Laufzeit in Maschinensprache. Ein JavaScript-Programm wird beispielsweise nicht kompiliert, sondern durch einen separaten JavaScript-Interpreter ausgeführt.
Testen Sie Ihr Wissen