Farbmodell
Ein Farbmodell ist eine Möglichkeit, Farben mithilfe von Zahlenmengen mathematisch darzustellen. Ein Farbmodell definiert mehrere messbare Eigenschaften von Farben (z. B. Farbton, Sättigung und Helligkeit) und stellt jede Eigenschaft als Zahl innerhalb eines Wertebereichs dar. Die meisten Farbmodelle verwenden drei Werte, um eine Farbe zu definieren, einige jedoch vier.
Jedes Farbmodell misst eine andere Gruppe von Eigenschaften und das Verhältnis zwischen diesen Eigenschaften. Das gebräuchlichste Farbmodell für die Anzeige digitaler Bilder auf einem Computer ist das RGB-Modell, das Farben in rotes, grünes und blaues Licht aufteilt. Das gebräuchlichste Modell zum Drucken von Bildern, CMYK, stellt Farben dagegen als Mischung aus cyanfarbenen, magentafarbenen und gelben Tinten sowie schwarzer Tinte dar. Andere Modelle messen weitere Farbeigenschaften wie Farbton, Leuchtdichte, Sättigung oder die Abweichung von einer festgelegten mittleren Farbe.
Softwareanwendungen können Farbinformationen von einem Modell in ein anderes umwandeln. So kann eine Bildbearbeitungsanwendung, die mehrere Farbmodelle unterstützt, einem Grafikdesigner beispielsweise ermöglichen, hauptsächlich das HSL-Farbmodell zu verwenden, mit dem sich subtile Farbanpassungen intuitiver vornehmen lassen. Wenn die Anwendung das Bild an den Monitor sendet, wandelt der Computer es automatisch in das RGB-Modell um.
Während Farbmodelle festlegen, wie Farben numerisch gemessen werden, stellen sie nicht unbedingt den begrenzten Farbbereich dar, den ein Gerät anzeigen kann. In den meisten Fällen ist es nicht sinnvoll, eine Farbe anzugeben, die nicht dargestellt werden kann. Software- und Hardwarehersteller teilen viele Farbmodelle, insbesondere RGB, in kleinere Farbräume auf, die eine begrenzte Auswahl an Farben verwenden.
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