AIX
Steht für „Advanced Interactive eXecutive.“
AIX ist ein proprietäres, auf UNIX basierendes Betriebssystem, das von IBM entwickelt und verkauft wird. Es wurde erstmals 1986 für den Einsatz auf Workstations und Servern veröffentlicht. Spätere Versionen konzentrierten sich auf die Anforderungen von Unternehmensservern. Es läuft auf IBM-Servercomputern der Power-Serie, die im Finanzwesen, im Gesundheitswesen und in vielen anderen Branchen beliebt sind.
AIX ist für seine Stabilität und sein umfangreiches Set an Sicherheitsfunktionen bekannt. Es umfasst eine Funktion namens Live Update, mit der der Kernel aktualisiert werden kann, ohne das System neu zu starten oder Dienste zu unterbrechen, wodurch sich die Ausfallzeit drastisch verringert. AIX ist außerdem für die Ressourcenverwaltung optimiert, wodurch es seine Stabilität auch bei hoher Systemauslastung beibehalten kann. Es umfasst zahlreiche Sicherheitsfunktionen, darunter die Unterstützung für verschlüsselte Dateisysteme und eine rollenbasierte Zugriffskontrolle. Außerdem enthält es zwei Funktionen, Secure Boot und Trusted Execution, die die digitalen Signaturen der Firmware, Skripte, ausführbaren Dateien und Kernel-Erweiterungen des Systems überprüfen, um das Eindringen von Schadsoftware zu verhindern.
Da AIX inzwischen speziell für die Power-Server von IBM entwickelt wird, läuft es nur auf RISC-Prozessoren der POWER-Serie von IBM. Es lässt sich in viele Arten von Serversoftware integrieren, um Unternehmensanwendungen, Datenbanken, Webserver und Entwicklungsserver auszuführen. AIX kann auch Linux-Anwendungen ausführen, die für die Plattform neu kompiliert wurden.
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