VDSL
Steht für "Very high bit rate Digital Subscriber Line". VDSL (manchmal auch "VHDSL" genannt) ist ein DSL-Standard, der einen schnellen Internetzugang ermöglicht. Es ist eine verbesserte Version von ADSL (asymmetrisches DSL), die Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 52 Mbps (6,5 Megabyte pro Sekunde) und Uploadgeschwindigkeiten von bis zu 16 Mbps (2 Megabyte pro Sekunde) bietet.
Wie frühere DSL-Standards wird VDSL über Kupferleitungen betrieben und kann über vorhandene Telefonleitungen bereitgestellt werden. Das bedeutet, dass ein ISP Nutzern einen VDSL-Internetzugang anbieten kann, solange sie über einen Festnetzanschluss verfügen und sich innerhalb der vom ISP geforderten Entfernung befinden. Die Verbindung wird über ein VDSL-Modem hergestellt, das an einem Ende mit einem Computer oder Router und am anderen Ende mit einer Telefonsteckdose verbunden ist.
VDSL wurde entwickelt, um die hohen Bandbreitenanforderungen von HDTV, Medien-Streaming und VoIP-Verbindungen zu unterstützen. Mit Übertragungsraten in Downloadrichtung von mehr als 50 Mbps verfügt VDSL über genügend Bandbreite, um all diese Verbindungen gleichzeitig zu unterstützen. Diese schnelle Datenübertragungsrate ermöglicht es VDSL außerdem, mit Kabel-Internetanbietern zu konkurrieren, die traditionell höhere Internetzugangsgeschwindigkeiten angeboten haben.
Die erste Version von VDSL (ITU-Standard G.993.1) wurde 2004 genehmigt und wird von Internetdienstanbietern noch immer häufig angeboten. Eine aktualisierte Version namens VDSL2 (ITU-Standard G.993.2) wurde jedoch 2006 eingeführt und bietet symmetrische Download- und Uploadgeschwindigkeiten von 100 Mbps. VDSL2 wird in der Regel Unternehmen und anderen Organisationen bereitgestellt, die für mehrere Systeme schnelle Verbindungen benötigen.
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