TLS
Steht für „Transport Layer Security“. TLS ist eine Technologie zur Datenverschlüsselung, die sichere Datenübertragungen ermöglicht. Sie verschlüsselt (oder chiffriert) alle Daten, die von einem System an ein anderes gesendet werden. Jeder Dritte, der versucht, die Übertragung „abzuhören“, kann die Daten nicht erkennen.
TLS kann Datenübertragungen über jedes Netzwerk verschlüsseln, von einem kleinen lokalen Netzwerk bis zum Internet. Sichere Websites verwenden TLS beispielsweise, um Websiteinhalte über HTTPS zu übertragen. Auch E-Mail-Protokolle wie IMAP und SMTP unterstützen TLS.
Sichere Protokolle benötigen in der Regel eine andere Port-Nummer als ihre nicht sicheren Gegenstücke. Nachfolgend sind die standardmäßigen nicht sicheren und sicheren (TLS-)Ports für Web- und E-Mail-Verbindungen aufgeführt:
- HTTP: Port 80
- HTTPS: Port 443
- IMAP (Standard): Port 143
- IMAP (sicher): Port 993
- SMTP (Standard): Port 25
- SMTP (sicher): Port 587
TLS im Vergleich zu SSL
TLS ist der Nachfolger von SSL, also Secure Sockets Layer. Es wurde 1999 als sicherere Möglichkeit zur Verschlüsselung von Datenübertragungen eingeführt. TLS 1.0 und 1.1 (eingeführt im Jahr 2006) waren abwärtskompatibel mit SSL. Dieser vereinfachte zwar den Übergang, beeinträchtigte aber auch die Sicherheit, da Systeme dadurch die weniger sichere SSL-Option verwenden konnten.
Im Jahr 2008 beseitigte TLS 1.2 die Abwärtskompatibilität mit SSL. Außerdem ersetzte es den Verschlüsselungsalgorithmus MD5-SHA-1 durch eine stärkere SHA-256-Verschlüsselung. TLS 1.3, das 2018 eingeführt wurde, brachte mehrere zusätzliche Sicherheitsverbesserungen.
NOTE: Seit 2020 ist „SSL“ weiterhin eine akzeptable Bezeichnung für sichere Verbindungen, auch wenn sie TLS verwenden. Viele Netzwerk- und Serveradministratoren sagen beispielsweise „SSL“, wenn sie über sichere Verbindungen sprechen, die TLS verwenden. Außerdem werden sichere Zertifikate weiterhin „SSL-Zertifikate“ genannt, obwohl die meisten über TLS arbeiten.
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